Ingolstadt (AZ) - Fahnder der Polizei haben am Donnerstag einen Drogenhandel in Ingolstadt vereitelt und eine größere Menge illegaler Drogen beschlagnahmt. Bereits am Mittwoch wurden mehrere Packungen der Modedroge "Sence" und anderer Kräutermischungen in einem Ingolstädter Geschäft entdeckt.

Durch einen Hinweis aus der Rauschgiftszene wurde die Ermittler des Rauschgiftkommissariats auf ein bevorstehendes Drogengeschäft aufmerksam. Bei der Übergabe wurden zwei Lieferanten und ein mutmaßlicher Käufer am Donnerstagabend gegen 19.30 Uhr auf dem Parkplatz eines Verbrauchermarktes festgenommen. Das Rauschgift wurde im Fahrzeug des 21-jährigen Lieferanten aus dem Raum Vohburg und einem 22-jährigen Vermittler aus Manching sichergestellt.
Insgesamt fanden die Rauschgiftfahnder 1.000 Ecstasypillen, 355 Gramm Amphetamine und 200 Gramm Marihuana. Bei ihren Vernehmungen machten die beiden Haupttäter keine Angaben. Die Staatsanwaltschaft stellte Antrag auf Haftbefehl.
Der mutmaßliche 38-jährige Abnehmer aus dem Landkreis Eichstätt wurde nach seiner Vernehmung wieder entlassen. Alle Personen sind bei der Kriminalpolizei wegen Drogendelikten einschlägig bekannt. Das sichergestellte Rauschgift war für den Raum Ingolstadt bestimmt.
Bereits am Dienstag sind die Ordnungshüter auf verdächtige Kräutermischungen im Schaufenster eines Geschäfts in der Ingolstädter Altstadt aufmerksam geworden. Nur zwei Tage nach der Entdeckung rückten Rauschgiftfahnder mit einem richterlichen Durchsuchungsbeschluss an.
Bei der Durchsuchung fanden die Beamten in den Wohn- und Geschäftsräumen in Ingolstadt und Dietfurt insgesamt 127 Packungen der Modedrogen "Sence", "Smoke" und anderer Kräutermischungen.
Bei ihrer Vernehmung gaben die beide Inhaber des Geschäfts an, dass sie sich keiner Schuld bewusst wären und nur legale Sachen in ihrem Geschäft zum Verkauf anbieten würden.
"Sence" und "Smoke" sind nach dem Betäubungsmittelgesetz verboten und ähneln in ihrer Zusammensetzung und Wirkung der in den Medien unter dem Namen "Spice" bekannten Modedroge. Die Kriminalpolizei Ingolstadt ermittelt nun gegen das Ehepaar wegen illegalen Handels nach dem Betäubungsmittelgesetz.
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