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| Opiate Drogen-Forum über Opium, Codein, Hydrocodon, Opiate & Opioide |
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Blaumohn FAQ
[top]Allgemeines über Blaumohn und dessen WirkungBlaumohn sind die Samen des Schlafmohns (Papaver somniferum) Der Mohn ist nur als Kulturpflanze bekannt. Er wurde nicht, wie oft fälschlich angenommen wird, in Asien kultiviert; seine Heimat liegt in Mittel und/oder Südeuropa. Die Kulturpflanze hat sich in alle Teile der Welt verbreitet. Große Anbaugebiete - entweder für die pharmazeutische Industrie oder die illegale Heroinproduktion - liegen im Goldenen Dreieck, Nordthailand, Zentralasien, Türkei, Mexiko, Tasmanien und Österreich. In der Schweiz kommt der Mohn heute als Wildpflanze bzw. verwildert vor. Von dem sehr variablen Gewächs sind im Laufe der Zeit zahlreiche Sorten, Formen, Varietäten und Unterarten beschrieben worden: Papaver somniferum var. Album weißblühend Papaver somniferum var. apodocarpum mit Lingestielter Fruchtkapsel Papaver somniferum var. Glabra und andere. Die ganze Pflanze außer Wurzel und Blütenblättern enthält ein Latex, der sich zu Opium eindickt. Das Opium enthält ca. 40 Alkaloide, die als Opiumalkaloide zusammengefasst werden. Opium kann 3 bis 23% Morphin, 0,1 bis 2% Papaverin, 0,1 bis 4% Codein, 1 bis 11 % Narcotin und 0,1 bis 4% Thebain enthalten; die anderen Alkaloide treten nur in Spuren auf . Die Zusammensetzung der Alkaloide, vor allem die Konzentration an Morphin, kann sehr stark schwanken. Ein Blaumohnextrakt wirkt vor allen Dingen sedierend und euphorisierend. Es besitzt noch weitere Wirkungseigenschaften, die sich die Medizin zwar zu Nutzen macht, welche jedoch für den Missbrauch uninteressant sind (z.B. die hustendämpfende Wirkung). [top] Was man vor dem Konsum wissen sollteWer Blaumohn konsumiert, muss sich darüber im Klaren sein, dass er ein Extrakt konsumiert, welches von den Wirkstoffen dem Opium gleicht. Der Hauptwirkstoff, Morphin, hat ein sehr hohes Abhängigkeitspotential. Häufiger als alle 2 Wochen sollte man auf keinen Fall Blaumohn konsumieren. Bei vielen Konsumenten entwickelt sich ein inneres Verlangen, es häufiger zu konsumieren. Ist man sich nicht vorher sicher, dass man gewisse Konsumregeln einhalten will und kann, sollte man es gar nicht erst probieren. Hinzu kommt, dass sich bei häufigerem Konsum eine Toleranz bildet und man mehr Blaumohn nehmen muss, um einen ähnlichen Effekt zu erhalten. Bei kontinuierlichem Konsum kann die Toleranz sehr schnell steigen, und man braucht mitunter ein vielfaches der normalen Dosis um eine spürbare Wirkung zu erzielen. Bei psychischen oder anderen Problemen sollte der Blaumohn Konsum unterlassen werden, da die Gefahr, in eine Abhängigkeit zu gleiten, ein zu grosses Risiko darstellt. Das innere Verlangen nach Blaumohn lässt sich durch umso größere Konsumpausen minimieren. Ein weiteres großes Risiko bei längerem Konsum ist die körperliche Abhängigkeit. Diese entwickelt sich von Benutzer zu Benutzer unterschiedlich schnell und äußert sich in Form von Übelkeit, Schüttelfrost und anderen Grippe-ähnlichen Symptomen. Diese Absetzungserscheinungen gleichen sich auch im wesentlichen den Symptomen beim Heroinentzug. Im Forum sind auch einige Fälle bekannt, die von einer Blaumohnabhängigkeit in die Heroinabhängigkeit gerutscht sind (auch wenn es im Vergleich zu der Anzahl an BM-Konsumenten wenige sind, sollte dies Abschreckung genug sein). Deswegen immer daran denken: schon der erste Konsum ist der größte Schritt in Richtung Abhängigkeit. [top]Wieviel Blaumohn benötigt wirdDazu kann man keine allgemeingültige Angabe geben, da die Wirkstoffschwankungen sehr groß sind. Sorten bei denen man das vierfache braucht, um eine Wirkung zu erzielen, sind keine Seltenheit. Auch bei der gleichen Sorte sind Wirkstoffschwankungen von Packung zu Packung üblich. Deswegen sollte man immer auf Nummer Sicher gehen und sich in 125g Schritten an die gewünschte Wirkung herantasten. Populäre gebräuchliche Sorten sind Atco und Müllers Mühle. Letztere Sorte hat in der Regel eine höhere Wirkstoffkonzentration, ist jedoch auch deutlich teurer. [top]ZubereitungSiehe englisches Forum, tee ist möglich, extrakte auch [top]Dauer bis zum WirkungseintrittWirkungseintritt nach 1-2 Stunden. Nach 2-3 Stunden sollte die volle Wirkung vorhanden sein. [top]WirkungsdauerDie Hauptwirkung dauert etwa 8-10 Stunden, Nachwirkungen noch deutlich länger. Komplett nüchtern ist man erst nach über 24 Stunden. [top]Verhalten bei ÜberdosierungenBei leichten Überdosierungen hilft z.B. grüner Tee, bei starken Überdosierungen oder bei zusätzlichem Alkohol- und/oder Beikonsum anderer zentral dämpfender Substanzen wie z.B. Benzodiazepinen besteht die erhöhte Gefahr des Atemstillstands durch Atemdepression, d.h. der Körper "vergisst" ganz einfach zu atmen. In einer solchen Lage ist sofort ein Notarzt zu rufen, der z.B. durch Naloxon-Gabe schlimmeres verhindern kann. Auf keinen Fall einschlafen, da hier die Gefahr der Atemdepression am größten ist, irgendwie versuchen wach zu halten, am besten durch ständige starke Reize (laute Musik, kauen einer scharfen Chili, kneifen etc). [top]Kombination mit anderen DrogenMan sollte sich immer über den speziellen Mischkonsum informieren. Einige zentral dämpfende Substanzen sind bei Blaumohnkonsum generell zu vermeiden:
[top]NebenwirkungenAuch wenn Opiate vergleichsweise unschädlich für den Körper sind, sind gerade bei Blaumohn folgende Nebenwirkungen zu beachten:
Auch die Tage nach dem Konsum können durch Nachwirkungen geprägt sein. Häufig vorkommende Symptome sind:
[top] EntzugsproblematikSymptome: Enorme Gier während des Entzuges ,Schlappheit mit ekligem Körpergefühl, Gähnen , Kreislaufprobleme, Augen tränen , Durchfall, Bauch- und Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Einschlafprobleme bis hin zu Schlafstörungen, Schmerzen vor allem in den Beinen, Restless Legs Syndrom (meist während eines Schlafversuches). Hier mal eine kurze Zusammenfassung eines Entzugs: Der stärkste Entzug den ich (isvinter) jemals hatte (von 500g sehr guten Rio Bravo täglich) gestaltete sich in etwa so: Letzte Drogeneinnahme abends. Der nächste Tag verläuft noch weitgehend beschwerdefrei. An Abend kann sich dann ab und zu schon ein leichtes Kältegefühl einstellen sowie allgemeine Unruhe, auch weil die gewohnte Droge fehlt. Einschlafen geht aber noch ganz gut. Am nächsten Morgen wacht man dann schon schweißgebadet und völlig unausgeruht auf. Aufstehen ist eine Qual und man ist völlig schlapp. Kälteschauer, extreme Gänsehaut, Überempfindlichkeit der Haut, kalter Schweiß sind dann die Begleiter des Tages. Die Stunden ziehen sich hin, die Beine tun weh, besonders wenn man stehen muss und selbst kurze Treppenanstiege werden zur Qual. Kopfschmerzen steigern sich seit dem Morgen und sind auch mit Aspirin kaum zu bekämpfen. Man ist völlig appetitlos, oft ist einem schlecht und man muss u.U brechen. Dabei arbeitet der Magen-Darm-Trakt auf Hochtouren, man spürt fast wie sich der Darm bewegt. Eine Folge davon ist Durchfall der fast komplett flüssig sein kann und einen mehr als 20 mal pro Tag auf das WC zwingen kann. Auch psychisch geht es einem dreckig, Depressionen und Antriebslosigkeit lassen grüssen. Das Schlimmste am Entzug sind meiner Meinung nach aber die Nächte. Schweißausbrüche und wirklich extreme Kälteschauer wechseln sich ab, wobei das Kältegefühl dominiert (ich hatte mir bei ca. 27°C Zimmertemperatur die Decke bis unters Kinn gezogen und habe immer noch gefroren wie ein Schneider). Man kann kein Auge zutun oder abschalten, die Gedanken rasen, man kann unübertrieben keine 5 Sekunden still liegen, wälzt sich dauernd hin und her ("restless leg syndrome"), die Zeit vergeht zäh wie Brei; eine einzige Qual. Wenn man es überhaupt schafft einzuschlafen, dann meist erst gegen Morgen. Der Schlaf ist sehr seicht und durchsetzt von beängstigend realistischen Alpträumen. Am nächsten Tag kommt dann zu den sich noch steigernden Entzugssymptomen noch eine extreme Müdigkeit, die es einem teilweise fast unmöglich macht die Augen offen zu halten. Autofahren ist hier unter allen Umständen zu vermeiden! Wenn man dann die Gelegenheit hat, sich hinzulegen, fallt man sofort in einen Tiefschlaf ("Gierschlaf"), wacht aber schon recht bald wieder auf. Die Enzugssymptomatik erreicht am 3. Tag nach Absetzen der Droge ihren Höhepunkt. Vor allem die darauf folgende Nacht ist kaum auszuhalten. Danach schwächen sich die Symptome aber recht schnell ab. Schon am 4. Tag geht es einem schon vergleichsweise gut, spätestens am 6. Tag ist die Sache dann eigentlich überstanden. Die Entzugserscheinungen verschwinden dabei unterschiedlich schnell; ich hatte den Eindruck, dass die Kälteschauer am hartnäckigsten waren.
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