[top] San Pedro Kaktus
(Trichocereus Pachanoi) (manchmal wird auch die Art Trichocereus Peruvianus fälschlicherweise als San Pedro bezeichnet)
Der San Pedro Kaktus ist neben dem Peyote (Lophophora Williamsii) der wohl bekannteste psychoaktive Kaktus. Aufgrund seines schnellen Wachstums (ca. 15-30 cm pro Jahr, je nach größe und Pflege), wird er allgemein dem mittlerweile sogar unter Naturschutz stehendem Peyote als Meskalinlieferant vorgezogen.
Der Kaktus stammt ursprünglich aus der Gegend von Peru, wo er bereits seit Tausenden von Jahren rituell schamanisch genutzt. Warum der Kaktus dabei den Namen eines katholischen Heiligen (St. Peter) trägt ist nicht genau bekannt.
Der Kaktus kann aus Samen oder aus Stecklingen, sogenannten Cuttings, sehr einfach gezogen werden.
Der Kaktus ist aufgrund seiner Robustheit und Vitalität eine beliebte Pfropfgrundlage. Hierdurch kann z.B. der Peyote wenn er auf ihn gepfropft wird, zu einem deutlich größerem Wachstum angeregt werden.
Der Kaktus ist absolut anspruchslos und sehr robust.
Als Standort im Sommer ist eigentlich jede Fensterbank und jeder Garten oder Balkon, der ein wenig Sonne bietet. Im Winter ist dagegen vor allem auf Trockenheit und Frostfreiheit des Standortes zu achten.
Es hat sich bewährt den Kaktus die Sommermonate über stetig und reichlich zu gießen, da er aufgrund seiner Herkunft, aus den warmen und regenreichen Gebieten der Anden, an reichlich Wasser gewöhnt ist, und so ein beachtliches Größenwachstum zeigt. Wichtig ist dabei jedoch auch stehts darauf zu achten, dass der Kaktus "keine nassen Füße bekommt", da sonst die Gefahr von Fäule droht. Ebenso freut sich der Kaktus während des Sommers über regelmäßiges Düngen mit Kakteendünger.
Während der Wintermonate dagegen (Mitte Oktober bis Ende März, je nach Wetter), sollte man den Kaktus am besten gar nicht gießen. Er liebt in dieser Zeit lichte, trockene und unbeheizte Orte, wie z.B. Treppenhäuser, in denen die Temperatur jedoch nie unter 0 Grad sinken darf. Ein solcher Stellplatz erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Kaktus im nächsten Sommer blüht. Sollte man keinen solchen Ort haben, so läßt men den Kaktus einfach dort wo er den Sommer über verbracht hat, und hört schlicht mit dem Gießen bis zum nächsten Frühjahr auf.
Der Kaktus zieht breite und flache Gefäße (Pflanzschalen) hohen und schmalen deutlich vor, da er eher in die Breite als in die Tiefe wurzelt.
[top] Vermehrung
Vermehrt wird der Kaktus am besten über Stecklinge. Hierzu schneidet man, mit einem scharfen desinfizierten Messer, am besten im Winter, 10-15cm lange Stücke von einem großen Kaktus ab. Man kann den Kaktus so auf eine Größe von ca. 7-10 cm über dem Boden zurückschneiden. Aus diesem Stück wird er dann im nächsten Frühjahr wieder austreiben.
Die "Cuttings" legt man dann an einen möglichs dunklen und kühlen, aber luftigen Platz an dem ihre Schnittstellen ersteinmal gut trocknen müssen (Je nach Stelle mehrere Wochen). Sind die Schnitte gut getrocknet, so kann man die Stücke entweder aufrecht in einen Topf mit Erde setzten, so dass die untere Hälfte in der Erde steckt und die obere Hälfte heraus ragt, oder man legt ein Kaktusstück einfach seitlich auf die Erde und rüttelt es ein zwei cm in den Boden hinein, so dass die untere Seite etwas in der Erde steckt. Danach stellt man das eingetopfte Cutting einfach ans Fenster und beginnt es im nächsten Frühjahr ganz normal zu gießen. Schon bald werden sich dann ein, oder auch mehrere neue Triebe zeigen.
Es besteht des weiteren die Möglichkeit den Kaktus aus Samen zu ziehen.
[top] Psychoaktive Inhaltsstoffe
Der Meskalingehalt des Kaktus soll in etwa bei 0,1% des frischen Kaktusmaterials liegen. Da es sich jedoch um eine Pflanze handelt, ist diese Angabe nur als ungefärer Richtwert zu betrachten, da der Gehalt extrem großen Schwankungen unterworfen ist. Die größte Menge der Alkaloide in der Pflanze sitzt angeblich direkt unterhalb der Außenhaut, wogegen der holzige Kern so gut wie Alkaloidfrei sein soll. Aufgrund des vortschreitenden Verholzens alter Exemplare nimmt man deswegen einen höheren Gehalt der Wirkstoffe in jüngeren Exemplaren an.
Neben dem Hauptwirkstoff des Kaktus, dem Meskalin sind noch eine Vielzahl anderer Phenetylamine in ihm enthalten, über deren genauere Wirkung und beeinflussung des Rausches jedoch nichts genaueres bekannt ist. Angeblich unterscheidet sich der Rausch eines San Pedro Kaktus deutlich von dem eines Peyotes und auch dem reinen Meskalins. Ein Grund hierfür könnten Wirkungen oder Synergien mit eben jenen anderen Phenetylaminen sein.
Solange der Kaktus nur zur Zierde gehalten wird ist er vollkommen legal.
Jedwede Zubereitung oder Weitergabe zu Rauschzwecken ist jedoch illegal.
Von "
http://www.drogen-forum.com/wiki/index.php/San_Pedro"