DPH (DHM)
Strukturformel

Chemische Daten Name 2-Diphenylmethoxy-N,N-dimethylethanamin Andere Namen Diphenhydramin Summenformel C17H21NO Molekulare Masse 255,35 g/mol Schmelzpunkt 167 - 172 °C (hydrochlorid) CAS 58-73-1 (-hydrochlorid 147-24-0) SMILES bitte nachtragen rechtlicher Status apothekenpflichtig
[top]Allgemeines
- Sedativum, Antiemetikum, Antihistaminikum
- heute allerdings nicht mehr als Antihistaminikum genutzt
- HWZ: 4 - 6 h
- apothekenpflichtiges Medikament(rezeptfrei)
- div. Monopräparate erhältlich; z.B. Emesan®, nervo OPT® N, Sedopretten®
- die Abkürzung DHM wird zwar oft benutzt, ist aber nicht die richtige
- Dosierung laut Beipackzettel ( 25-100 mg ):
Mehr oder weniger sedativ bis hin zu hypnotisch (einschläfernd), je nach Empfindlichkeit reichen für einen spürbaren Effekt auch schon Dosen von 10 - 25 mg. Viele empfinden die Wirkung als entspannend, chillig. Vor allem in Kombination mit geringen Mengen Alkohol (1-2 Bier oder Gläser Wein) wird es meist als sehr angenehm empfunden. Alkohol verstärkt die sedative Wirkung. Andere hingegen finden die Wirkung langweilig und lediglich einschläfernd. Von der Einnahme bis zu den ersten Effekten dauert es ca. 1 h, aber variiert natürlich je nach dem ob man einen vollen oder leeren Magen hat. Wenn man am nächsten morgen früh raus muß, sollte man das DPH nicht zu spät nehmen, denn nicht selten wird über ein Hangover geklagt.
Als Antiemetikum (=Mittel gegen Übelkeit) reichen 25 - 50 mg eigentlich vollkommen aus. Als Antihistaminikum wird es heut nicht mehr benutzt, da hier die sedative Komponente meist nicht erwünscht ist. Mittlerweile gibt es weniger oder garnicht mehr sedierende Allergiemittel.
- Hohe Dosis / Überdosierung ( > 150 mg ):
Bei höheren Dosierungen kommt es zu ähnlichen Effekten wie beim Konsum vom Nachtschattengewächsen, z.B. Verwirrtheit, Delirium, (reale) Halluzinationen. Es gibt zwei Möglichkeiten diese Effekte zu erreichen. Zum einen kann man eine extrem hohe Dosierung ( > 300 mg ) DPH solo nehmen. Allerdings ist es bei dieser Dosierung kaum noch möglich die Augen offen zu halten, daher würde man den Rausch größtenteils verschlafen bzw. im Delier verbringen. Eine andere, weitaus häufiger genutzte Möglichkeit ist die Kombination mit DXM. Hierbei werden gleichzeitig 150 - 250 mg DPH und ca. 200 - xxx mg DXM genommen. Es wird öfters berichtet, das der Unterschied zu Nachtschatten-Trips in der besseren Steuerbarkeit liegt. Man soll den Trip bewußter als einen solchen wahrnehmen und nicht so viel vergessen (Blackouts).
Bei normalen Dosierungen gibt es eigentlich keine größeren Gefahren, weder für den Körper noch psychisch, es sei denn man hat eine Allergie gegen den Wirkstoff. Natürlich sollte man wie bei allen Drogen auf das Autofahren verzichten, auch wenn es bei dieser Substanz nicht verboten ist. Aufgrund der sedativen, hypnotischen Wirkung kommt es schnell zu Konzentrationsschwierigkeiten. Das ein regelmäßiger Langzeitkonsum eines Medikaments früher oder später zu Organschäden (Leber) führt sollte auch klar sein. Vorsicht ist auch geboten bei Wechselwirkungen mit Anticholinergika (wie z. B. Atropin, Biperiden od. trizyklische Antidepressiva)und MAO-Hemmern!
Gefährlich hingegen sind (bewußte) Überdosierungen bzw. Kombinationen mit DXM! Zwar sind die körperlichen Gefahren im Gegensatz zum Konsum von Nachtschattengewächsen geringer, aber trotzdem noch vorhanden. Vorteil ist bei DPH vor allem die genaue Dosierung. Die häufigsten Probleme sind Mundtrockenheit, Muskelzuckungen / Krämpfe, Kreislaufkollaps, Atemlähmung, komatöse Zustände.
Die größte Gefahr besteht allerdings für die Psyche! Bevor man so einen Trip startet, sollte man sich bewußt darüber sein, auf was man sich dabei einläßt. Viele kommen mit dem erlebten (Halluzinationen) nicht klar, was schnell zu einem Horrortrip führen kann. Ebenso ist die Gefahr, das dadurch eine Psychose ausgelöst wird nicht grade gering!
Man sollte so einen Trip, wenn überhaupt, nur unternehmen mit jahrelanger Erfahrung mit halluzinogenen Drogen und einer gefestigten Psyche.
Wie bei allen Beruhigungs- und Schlafmitteln besteht auch hier die Gefahr einer Abhängigkeit, in erster Linie psychisch. Diese tritt allerdings erst bei häufigen, regelmäßigem Konsum ein und ist auch nicht sehr ausgeprägt. Ich selbst hatte nach wochenlangem, fast täglichem Konsum, kaum Absetzerscheinungen. Lediglich die ersten Tage hatte ich Probleme mit dem Einschlafen. Angst-/Panikattacken hatte ich keine. Auch die Dosissteigerung hielt sich im Rahmen. Dazu muß ich sagen das ich recht feinfühlig bin was viele Drogen angeht. Nach längerem Konsum über Wochen (4-5 x die Woche) war die benötigte Dosis von ca. 15 mg anfangs auf nichtmal 50 mg angestiegen. Allerdings werden sich die Organe nicht grad über einen langen, regelmäßigen Konsum freuen.
Gesichert aus dem alten Deutschen DF, was es nichtmehr gibt