Hi. Hab das hier woanders gefunden, darf link nich posten wegen regeln, aber denke das sowas immer gut zu gebrauchen ist:
Aus gegebenem Anlass möchte ich in diesem Thread Hilfestellungen für den Fall der Fälle zusammentragen.
Fühlt euch herzlich eingeladen, diesen Thread durch Eure Erfahrungen zu ergänzen. Postet bitte keine langen Lebensgeschichten, die liest sich im Ernstfall sowieso niemand durch. Ich dachte eher an eine kurze Aufzählung wie: Droge XY- es hilft: Medikament A oder Droge B.
Erste-Hilfe-Tipps "Verhalten in Drogen-Notfällen"
# Im Notfall helfen, nicht wegsehen!!!
# Gerate nicht in Panik, sondern versuche klar und strukturiert vorzugehen.
# Generell: ansprechen, Atmung und Puls kontrollieren
# Wenn Du nicht weißt, wie Du Dich verhalten sollst, suche Hilfe durch andere Personen oder informiere den Notarzt. Die in Not geratene Person niemals alleine lassen.
# Bei Panikanfällen, Ängsten und "Horrortrips" versuche, mit der Person an einen ruhigen und geschätzten Ort zu gehen, an dem die Reizüberflutung von Licht und Sound nicht so stark ist (z.B. Chill-Out). Oft hilft eine ruhige geschützte Atmosphäre und beruhigendes Reden, verbunden mit Körperkontakt. Du solltest versuchen, möglichst ruhig zu bleiben! Durch einen zweiten Helfer Freunde der betroffenen Person suchen lassen, da diese unter Umständen einen besseren Zugang zu ihr finden.
Telefonnummern
Deutschland:
Notruf: 112
Notruf München, wenn ein Arzt vonnöten ist: 089-551-771 (24 Stunden Münchner Ärzte).
Giftnotruf 089-19-240
Giftnotruf München 089-649-149-49
Giftnotruf Berlin 030-19-240 (Tag und Nacht) http://www.bbges.de/content/index28aa.html
wichtige telefonnummern für ÖSTERREICHRettung: 144
Polizei:133
Vergiftungszentrale: (01-)406 43 43
Erste Hilfe bei Substanzen: Thc: Zuckerlösung /Traubenzucker Speed / Mdma (XTC): Vitamin C (Obst, Säfte, Brausetablette) sorgen bald für ein besseres Körpergefühl. Manchmal ist auch eine Unterzuckerung die Ursache für ein schlechtes Körpergefühl, Cola oder Traubenzucker hilft dann. In eine warme Decke einhüllen. Evtl Valium zur beruhigung oder zum ermöglichen von Schlaf. Pilze/LSD: Warme Decke!, Obst, notfalls Benzos (z.B. Diazepam) zur Beruhigung. Manchen hilft auch eine Line Speed, um sich im Kopf klarer zu fühlen, aber da ist vorsicht angerbracht. Vorallem immer bewusst machen "nach x stunden ist es vorbei".
Kreislaufprobleme: Beine hochlegen; der Kopf undbedingt in Seitenlage und unter ständiger Beobachtung halten (Person könnte an Erbrochenem ersticken!)
Woher weisst Du das es sich um eine OD. handelt?
Lippe, Zunge, Ohrlaeppchen, Nagelbett und/oder die Haut beginnt blau anzulaufen!
Die Atmung ist flach, ab einen Intervall weniger als einmal alle 5 Sekunden wird es kritisch!
Puls ist sehr schwach und hat wenig Power, oder gar nicht mehr zu spueren!
Epileptische Anfaelle und/ oder Verlust der Motorik (Wasserlassen, etc)
Die Person ist "da" aber reagiert nicht auf das Ansprechen!
Was als erstes tun?
Mundraum freiraeumen, evt. Zunge aus der Luftroehre ziehen, Gebiss entfernen, Erbrochenes ablaufen lassen.
Enge Kleidung oeffnen.
Ist die Person ohmaechtig ab in die Stabile Seitenlage.
Bei einen Grand Mal auf die Umgebung achten, gefaehrliche Dinge wegraeumen.
Versuchen den Kopf zu schuetzen.
Niemals Feuerzeuge in den Mund stecken, dies ist eine UL.!
Was kann man am Telephon sagen?
Immer wieder habe ich von Aengsten gehoert den Notarzt zu rufen.
Will man Scherereien aus den Weg gehen kann man einfach sagen
"Herzinfarkt" oder eben "Notfall, kein Fremdverschulden"!
Extrem wichtig ist die genaue Location zu nennen.
Ist die OD. in einen beruechtigten Szene-Treffpunkt
wie einen Crackhouse, Squat oder sonstwo
versuch/t die Person zu der am besten einsehbaren Location zu bringen.
Versuchen denjenigen selbst ins Krankenhaus zu fahren?
Das kommt drauf an "WO" man wohnt, normalerweise aber ist es besser den Notarzt zu rufen.
Je nachdem wie stark die Ueberdosis ist!
Als Fahrer mit einen Notfall, evt. sogar halbtoten Freund auf den Ruecksitz, bist Du nicht Herr der Lage.
Wahrscheinlich wirst Du einen Fehler machen, kommt es dann zu einen Unfall ist Hopfen und Malz verloren!
Was man versuchen kann ist das Opfer runter zubringen, falls man nicht ebenerdig wohnt.
Eine Kreuzung zu erreichen und/ oder Leute an strategisch wichtigen Punkten zu lokalisieren
um den Hilfskraeften den Weg zu weisen!
Schmerzreize setzen hilft in der regel auch ganz gut, sprich in die
Clavicularfalte oder brustwarze kneifen.... sowas eckt auf... wobei ein kaltes handtuch bei opiat ODs schon so manchen wachgehalten hat.
Schmerzreize funktionieren nicht bei richtigen Ueberdosierungen!
Ebenso wuerde ich davon abraten Leuten welche auf Horror sind
noch eine Nase Speed anzubieten, das kann klappen aber auch tuechtig nach hinten los gehen!
Fruechte sind Okay.
Handelt es sich um einen akuten Notfall, z.B. bei einer akuten Überdosierung oder allergischen Reaktion, bei dem die nächsten Minuten/Stunden über Leben und Tod entscheiden, sind 3 Sachen besonders wichtig:
1.: Ruhe bewahren! Es hilft niemandem, wenn hektisch gehandelt wird.
2.: Sofort den Notarzt alarmieren! Man sollte nicht scheuen, den Notarzt zu alamieren, wenn das Bewusstsein ausgesetzt hat, Atemstillstand/Herzstillstand eingesetzt hat, starke Krämpfe auftreten oder Ähnliches. Es ist auch sinnvoll dem Rettungsdienst am Telefon so genau wie möglich die Symptome zu beschreiben (also z.B. ob bei demjenigen Atemstillstand aufgetreten ist). Die Substanz braucht normalerweise nicht beschrieben zu werden, ein „[Symptom(e)] ohne Fremdeinwirkung“ ist in der Regel ausreichend, da die Polizei vom Rettungsdienst benachrichtigt werden muss, wenn Drogen im Spiel sind. Allerdings muss dieses Problem im Zweifelsfall vernachlässigt werden, da es um Leben und Tod geht!
3.: Umgehend Erstversorgung vornehmen bis der Notarzt eintrifft (siehe Abschnitt „was tun bei Überdosierung“)! Auf keinen Fall ist es ratsam bei akuten Notfällen erst im Forum oder Chat zu fragen – bis eine Antwort kommt, kann der Patient längst gestorben sein, zudem kann man nie 100%ig ausschließen, dass nicht jemand im Forum einen falschen Tipp gibt.
Beim Auftreten eines akuten Notfalls also unbedingt den Rettungsdienst einschalten!
Quote:
[ Was tun bei Überdosierung? ]
Was bei den Folgenden Symptomen einer Überdosierung zu tun ist:
Atemdepression/Atemlähmung: Opioide unterdrücken die Reize, die für unsere Atemaktivitäten zuständig sind. Das geht von der harmlosen Unterdrückung von Hustenreizen bis hin zur vollständigen Unfähigkeit, zu Atmen. Die Gefahr steigt fast proportional mit der Stärke des Opioids. Opioide können auch eine unauffällige Atemdepression auslösen, d.h. Man kann normal Atmen, verspürt allerdings wenn man nicht atmet auch nicht den Schmerz, den die Natur eingerichtet hat, damit wir das Atmen nicht vergessen. Dies ist besonders während des Schlafs gefährlich.
Grundsätzlich sollte man bei Opioiden, die man noch nicht kennt, auf die man gerade erst eingestellt wurde, ... etc. Vorsicht walten lassen - weder Schmerzen noch der wunsch nach Euphorie ist es wert, sich in diese Gefahr zu bringen, zu hohe Dosen sollten nicht nur bei hochpotenten, sondern auch bei niederpotenten Opioiden wie Tramadol, Codein, Dihydrocodein, Tilidin, ... vermieden werden. Zwar ist bei den niederpotenten Opioiden die Gefahr nicht so hoch wie bei einem hochaffinen Stoff wie Fentanyl, dennoch: Auch an Codein kann man sterben und egal welche Intention hinter der Einnahme des Opioids steht, ob eigenmächtig entgegen dem Rat des Arztes oder als Konsument zur Erzielung von Euphorie: Übertreiben ist sehr gefährlich! Hat man Angst, kann man auch jemanden bitten, bei einem zu bleiben. Übrigens ist das auch bei Schmerzpatienten, die in ihrem Leben zum ersten Mal ein Opioid nehmen, teilweise der Fall. Wie ist eine Atemdepression zu behandeln?
Zuerst findet eine Beatmung statt, dann wird evtl. ein Antagonist verabreicht, z.B. Naloxon (Narcanti®). Besonders problematisch ist eine Überdosierung mit Buprenorphin, denn dieses Opioid hat eine extrem hohe Affinität und kann so nur schlecht, manchmal garnicht (bei sehr hohen Dosen) mit dem Antagonisten Naloxon antagonisiert werden. Zwar gibt es noch Naltrexon, was eine höhere µ-Affinität als Buprenorphin aufweist, dies ist in der Humanmedizin aber nur als Tablette erhältlich und daher nicht für den Notfall geeignet, der Antagonist Nalmefen ist noch nicht richtig erprobt, und Diprenorphin wird nur in der Veterinärmdizin zur Antagonisierung von Kataleptika verwendet.
Die Behandlung einer Intoxikation mit Hilfe von Opioidantagonisten sollte unbedingt einem Fachmann überlassen werden. Also sofort Notarzt rufen ("Vergiftung/Atemstillstand ohne Fremdeinwirkung" wegen Polizei). Bei akuten Intoxikationen sollte man übrigens keine Sekunde zögern, den Rettungsdienst zu rufen, aus auf die Gefahr hin, dass doch die Polizei mitkommt, denn es geht um Leben und Tot! Vorher die Person in stabiler Seitenlage (Atemwege freihalten, Erbrochenes ablaufen lassen) vor Wärmeverlust schützen, Atemkontrolle, bei Ansprechbarkeit Atembefehle, notfalls Mund-zu-Nase-Beatmung. Bei peroraler Aufnahme toxischer Mengen und Ansprechbarkeit ein Glas Salzwasser trinken und erbrechen lassen, evtl. Rachenreizung. Zur Kreislaufstabilisierung starken Kaffee oder ein Coffein-Monopräparat verabreichen, bei Bewußtlosigkeit rektal, evtl. Zugabe von Natriumsulfat und Aktivkohle (je ein TL/250ml). Bei subcutaner Applikation tox. Dosen sofort proximale (zum Körperstamm) venöse Stauung anlegen und alle 15min lockern, Injektionsstelle mit Eis kühlen. Als Analeptikum bei Atemdepression kann auch Ephedrin/Amphetamin/Methamphetamin (Ephe/Speed/Pep/Crystal) verabreicht werden, sollte aber nur gemacht werden, wenn kein Notarzt zur Verfügung steht. Antidote: selten wird auch noch Nalorphin verwendet, obsolet hingegen Levallorphan. Naloxon wirkt hingegen nicht atemdepressiv, wichtiger als Antidote ist aber Beatmung mit O2/CO2-Gemisch (Luft).
zentrale Krämpfe: Einige Opioide, z.B. Tramadol (z.B. Tramal) oder Pethidin (Dolantin®) bzw. deren Metaboliten wirken Krampffördernd bzw. senken die Krampfschwelle, sodass bei einer Überdosierung Krämpfe auftreten. Ist die Person am beginn eines Krampfes und ist ein Krampflösendes Mittel wie Diazepam (Valium) verfügbar, kann dies verabreicht werden. Dabei muss aber auch die Dosis (meiner Erfahrung nach 10mg) beachtet werden, da zuviel auch zu einer Atemdepression beitragen kann. Die Person muss trotzdem weiterhin unter intensiver Beobachtung bleiben, im Zweifelsfall den Notarzt rufen. Bei schweren/akuten Krämpfen/Krampfanfällen sofort Norazt verständigen! Bis zu Eintreffen des Notarztes versuchen, die Person in stabile Lage zu bringen und leicht zu fixieren um sie vor Selbstverletzung durch unkontrollierte Bewegungen zu schützen. Alle Stressverursachenden Faktoren (Musik, schnelle Lichtwechsel, Streit, ... etc.) vermeiden und möglichst sanft mit der Person umgehen. Hier unter keinen umständen Stoffe wie Koffein, Amphetamin oder ähnliche verabreichen!
Vergiftung durch unbekannte Substanzen: Bei allen Drogen, die auf dem Schwarzmarkt erworben wurden, insbesondere bei Heroin, dessen Qualität in der letzten Zeit auf ein bedenkliches Rekordtief gefallen ist, können in den Streckstoffen sehr toxische Stoffe enthalten sein, die bei der Anwendung zu einer Vergiftung durch die jeweiligen, normalerweise unbekannten Substanzen, führen können. Da es für Laien in der Regel schwer zu diagnostizieren ist, was die betreffende Person genau hat, gilt auch hier: Bei Atemstillstand, Bewusstlosigkeit, ... etc, sowie dann, wenn derjenige selbst meint, dass er Hilfe braucht, umgehend den Notarzt verständigen und bis zu dessen Eintreten bei Atemstillstand die Person beatmen.
Achtung: Gerade bei derart engem Umgang mit Menschen (künstliche Beatmung o.ä.) gibt es für die Helfer auch Gefahren, die beachtet werden sollten! Hier spielen beispielsweise übertragbare Krankheiten eine ernstzunehmende Rolle. Damit man sich selbst keiner allzugroßen Gefährdung aussetzt, hier ein paar Grundregeln: -
Direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten (besonders Blut) soweit möglich vermeiden, bei künstlicher Beatmung bringt z.B. schon ein einfaches Beatmungstuch, was man z.B. bei Soehngen für einen knappen Euro bekommt viel Sicherheit.
Beim Versorgen von Wunden (z.B. Injektionsstellen) leisten Einweg-Untersuchungshandschuhe (keine 50 Cent pro Paar) gute Dienste!
Gebrauchte Injektionsutensilien sind mit beonderer Vorsicht zu behandeln! Sie sollten aber auch vorerst nicht einfach herumliegen gelassen werden, da sich z.B. leicht jemand an einer Kanüle verletzen könnte, was bei einer Hepathitis oder HIV-Infektion der kollabierten Person schwere Folgen haben kann, zudem gibt es etliche andere ansteckende Krankheiten. Also vorsichtig in ein stabiles Behältnis (z.B. Pappkarton) legen (möglichst ohne direkten Kontakt zu den Sachen, also mit Handschuhen oder einem Tuch), das man bis zur Entsorgung an einem sicheren Ort aufbewahrt.
Ein wichtiger Punkt ist in diesem Zusammenhang auch die Sicherheit des anderen, wenn man selbst eine Infektionskrankheit oder Ähnliches hat. In diesem Fall sollte man die Versorgung des Patienten möglichst jemand anderem übertragen und selbst nur dann aktiv werden, wenn es garnicht anders geht!
Notfälle bei Drogenkonsumenten entstehen bei Verunreinigungen oder falscher Dosierung zum einen oder durch einen sogenannten "Bad Trip" der sich hauptsächlich auf psychischer Ebene abspielt, aber durchaus auch körperliche Auswirkungen haben kann.
[h2]Grundsätzliches :[/h2]
Wir gehen immer gleich vor.
Basischeck :
1. Bewußtseinslage prüfen, durch ansprechen, anfassen oder setzen eines leichten Schmerzreizes (kneifen).
2. Atmung prüfen, durch leichtes Überstrecken des Kopfes, fühlen auf dem Brustkorb und das hören von Atemgeräuschen.
3. Kreislauf prüfen, durch tasten des Pulses an der Halsschlagader (Arteria carotis) oder durch Tasten der Pulsader, unterhalb des Daumens (Arteria radiales)
I. Bewußtsein, Atmung und Kreislauf vorhanden : Es besteht seltenst eine Vitalgefährdung der Person. Wir beruhigen sie je nach Symptomen und überprüfen ständig die 3 Vitalparameter (1. 2. + 3.)
II. Bewußtlos, Atmung und Kreislauf vorhanden : Hier ist sofort eine Lage der Person in stabiler Seitenlage vonnöten. Bei nicht vorhandenen Schutzreflexen wird die Person in Rückenlage bei Erbrechen sicher ersticken. Desweiteren ist es ratsam bei Bewußtlosigkeit den Rettungsdienst mit Notarzt zu rufen. Das medizinische Personal hat Schweigepflicht. Auf eine eventuelle Strafverfolgung darf hier kaun Augenmerk gelegt werden hier geht es um ein Menschenleben.
III. Bewußtlos, Atmung nicht vorhanden, Kreislauf vorhanden : Bei nicht vorhandener Atmung werden innerhalb von wenigen Minuten Nervenzellen absterben, der Kreislauf wird auch zum Erliegen kommen. Die Person ist akut gefährdet ! Sofort Rettungsdienst mit Notarzt rufen. Mit der Beatmung der Person beginnen. Nach 15 Herzschlägen jeweils 2 Beatmungen Mund - zu - Nase. Auf die Erstickungsgefahr durch Einatmung von Erbrochenem achten !
IV. Bewußtlos, Atmung nicht vorhanden, kein Kreislauf : Der Patient ist klinisch tot. Sofort mit der Reanimation beginnen. Rettungsdienst und Notarzt sind natürlich Pflicht. 15 Herzdruckmassagen (Druckpunkt 2 Finger über dem Zusammentreffenpunkt der untersten Rippen, Tiefe etwa 4-5 cm) auf 2 Mund zu Nase Beatmungen. Es muss solange weiterreanimiert werden bis der Rettungsdienst eintrifft. Das garantiert die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff. Eventuell AED (Automatischer Defibrillator) einsetzen. Der wird aber nur in den seltensten Fällen vorhanden sein.
[h2]Stoffgruppen :[/h2]
[h3]Ethanol [/h3]
Die Volksdroge Nr. 1 . Für nicht gewöhnte Personen können 2 Promille schon lebensgefährlich werden. Bei Kindern reichen geringe Mengen an Ethanol um sie lethal zu gefährden.
1. Basischeck 2. ggfs Erbrechen lassen (NUR bei erhaltenem Bewußtsein) 3. Je nach Schwere Rettungsdienst und Notarzt.
[h3] Methanol [/h3]
Ein Vergällungsmittel, Lösungsmittel oder Rohstoff für chemische Prozesse. 5 - 200 ml wirken lethal, Erblindung nach 4-15 ml.
1. Basischeck 2. Bei Bewußtsein Erbrechen lassen 3. Erwachsene : Gabe von 100 ml hochprozentigem Trinkalkohol. (Wodka 50 %) 4. Rettungsdienst und Notarzt
[h3] Cannabis [/h3]
Cannabiskonsumenten werden seltenst zu Notfallpatienten. Wenn dann spielt sich das meistens auf psychischer Ebene ab (Horrortrip) oder es liegen Kreislaufstöhrungen vor (Bluthochdruck, schnelle Pulsfrequenz)
1. Basischeck 2. Betreuen (Talk Down) 3. ggfs. Sedierung mit Diazepam 0,1 mg pro kg Körpergewicht in 1 mg Schritten. I.V. Gabe ist eine sehr kritische Maßnahme und darf nur durch Qualifiziertes Personal durchgeführt werden. Ich erwähne es hier trotzdem.
[h3] Kokain [/h3]
Blässe, Unruhe, Zittern, sehr hoher Blutdruck und Puls evtl Koma und Lähmungserscheinungen.
1. Basischeck 2. Medikamente : Diazepam, Lidocain, ggfs Katecholamine (bei Kokainschock). Die Medikamente werden aber so gut wie nie vorhanden sein und dürfen auch nicht selbst angewandt werden. Deshalb keine Dosierungsangaben. 3. Rettungsdienst und Notarzt
[h3] LSD [/h3]
Ein starkes Halluzinogen, äußert sich meistens weniger in körperlichen Symptomen sondern wirkt stark psychisch. Panisches, entfremdendes Verhalten, Zittern, Blässe.
1. Basischeck 2. Ein Talk Down ist hier sehr wichtig. Damit kann meistenst am Meisten erreicht werden. Person von äusseren Reizen abschirmen, Ruhe ausstrahlen, ihm gut zureden, die Person muss sich klar machen, was real ist und was nicht. 3. Auf Neuroleptika ist im Normalfall zu verzichten. 4. Rettungsdienst und Notarzt
[h3] Opiate [/h3]
Bei Opiaten ist die große Gefahr durch Überdosierungen eine Atemdepression hervorzurufen. Falls nichts gemacht wird erstickt die Person.
1. Basischeck 2. Morphinantagonisten (Machen die Opiatwirkung zunichte, Achtung ggfs Aggressives Verhalten der erwachten Person, Entzugssymptome, Achtung : Halbwertszeit ist normalerweise geringer als die der Opiate. Evtl spätere starke Nachwirkungen der Opiate) 3. Bei Krämpfen : 10-20 mg Diazepam i.v. 4. Rettungsdienst und Notarzt
[h3] Designer Drugs (xtc)[/h3]
Durch die unterschiedlichen Wirkstoffe und der Wirkstoffschwankung ist es schwer hier etwas zu machen.
1. Basischeck 2. Eventuell Sedierung (Diazepam) 3. Kühlung bei starker Körpererhitzung (Schweiss, warme Haut etc) 4. Rettungsdienst und Notarzt
Das war nur ein kurzer Überblick über die verschiedenen Notfälle. Allgemein finde ich sehr wichtig die Basismaßnahmen wenigstens zu beherrschen um reagieren zu können und damit die Person bis zum Eintreffen der Rettung am Leben zu erhalten. Die Medikamentengaben werden im Normalfall nicht von den Ersthelfern durchgeführt werden können, da diese nicht frei verfügbar sind und die Gabe eine Schulung erfordert. Bei unbekannten Stoffen sind diese dem Rettungsdienst zu übergeben, Zwecks Analyse in der Klinik. Ich betone nochmal : Hier herrscht ganz klar Schweigepflicht. Das Leben der verunglückten Person geht vor.
Abschliessend hoffe ich, dass niemand in so eine Situation kommen wird aber besser man ist wenigstens ein bisschen vorbereitet.
Von "http://www.drogen-forum.com/wiki/index.php/Drogeninduzierte_Notf%C3%A4lle