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Verschiedenes Alles was nicht um spezifische Drogen geht

 
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Psychedelische Krisen & Notfälle FAQ

Wie man jemanden hilft durch einen Bad Trip, psychische oder spirituelle Krise zu kommen. Version 1.04 (Deutsch)
Original by http://www.erowid.org, übersetzt und erweitert von Bio Hazard.



[h2]Disclaimer[/h2]
Diese FAQ ist für rein informative Zwecke gesehen. Ich möchte hiermit in keinem Fall zum Konsum von illegalen Substanzen aufrufen. Jeder sollte so handeln wie es die jeweilige Rechtslage vorsieht. Der Konsum von dem BtmG unterstehenden Substanzen ist illegal darum rate ich generell davon ab, trotzdem sollte jedem das Recht eingeräumt werden sich über theoretische Gefahren dieser Substanzen zu informieren.


[h2] Einführung[/h2]
Während man unter dem Einfluß von psychoaktiven Substanzen steht gibt es eine Menge verschiedene Situationen in denen manche vielleicht Hilfe brauchen könnten. Um zu wissen was in so einen Fall zu tun braucht man Ruhe, klares Denken und die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen. Welche Methode(n) man anwenden sollte hängt natürlich von der jeweiligen Situation ab. Dank daran, auch wenn es nicht immer leicht fällt, in solch einer Situation ist es das wichtigste Ruhe zu bewahren und so klar wie möglich zu denken.


[h2] Einschätzen der Situation[/h2]
Jemandem durch eine kritische Situation zu helfen sollte in zwei Möglichkeiten aufgeteilt werden: unterstützen und handeln. Der erste Schritt ist die Situation zu erkennen und abzuwägen welche Art von Hilfe nötig ist.


[h2]Situationen[/h2]
1. Gibt es eine unmittelbare oder mögliche physische Gefahr? [Kritisch] Ist die Person bei Bewußtsein? Ist die Atmung verlangsamt oder beschleunigt? Puls? Gibt es Hautverfärbungen? Wenn bewußtlos, ist noch Schmerzreflex vorhanden?
2. Ist die Person eine Gefahr für sich oder für andere? [Kritisch] Sind sie gewalttätig und üben Gewalt auf andere aus? Wie groß ist die Möglichkeit das sie jemanden angreifen? Verletzen sie sich unabsichtlich? Sind sie transportabel? Suizidgefahr?
3. Haben sie eine spirituelle, mentale oder emotionelle Krise? [Krise] Scheinen sie übermäßig geängstigt, depressiv oder verärgert? Gefühlsschwankungen? Verrücktes Handeln? Wach, aber reagieren nicht?


[h3]Nützliche Informationen[/h3]
Die folgenden Informationen können bei der Entscheidung was zu unternehmen ist helfen. Laß wenn möglich die Person nicht allein beim sammeln der Informationen. Bei spirituellen / emotionalen Krisen ist es meist besser Freunde oder nah stehende Personen zu fragen als zu versuchen die Informationen dem Erlebenden der Krise zu entlocken.
1. Welche Substanz haben sie genommen? Wenn möglich versuch herauszufinden welche Substanz(en) sie genommen haben und in welcher Form (oral, nasal, geraucht, injiziert). Wie viel haben sie genommen? Zeitpunkt der Einnahme? Nehmen sie noch andere Medikamente oder Zusätze?
2. Wer sind sie? Haben sie Freunde in der Nähe? Wo leben sie? Haben sie schon mal gleiche oder ähnliche Probleme gehabt?
Finde so viel wie möglich heraus. Ohne ein gutes Wissen über die Situation kann es schneller zu kritischen Fehlern in der Behandlung kommen (jemanden unnötig mit Benzos vollpumpen, nicht Rechtzeitig den Notruf verständigen, usw.). Mit so viel Informationen wie möglich entscheide den Ernst der Krise und handle entsprechend:
  • Kritisch: Potentielle oder akute physische Gefahr für sich selber oder für Andere, mögliche medikamentöse Behandlung erforderlich.
  • Krise: Mildes bis extrem psychotisches Verhalten, negative Gedankenschleifen, Panikattacken.


[h3] Situationen die professionelle Hilfe erfordern[/h3]
1. Wenn du denkst das Leben in Gefahr sind.
2. Wenn du denkst das die Situation außer Kontrolle geraten ist und kein Anderer sich um Denjenigen kümmern will.


[h3] Kritische oder lebensgefährliche Situationen[/h3]
1. Wer kann dir noch helfen? Finde jemanden mit medizinischer Notfallerfahrung. Je mehr Erfahrung um so besser, aber jemand mit Erste Hilfe Training ist immer noch besser als jemand der keinerlei Wissen hat.
2. Wenn die Person einen Anfall hat. Kleidung lockern und die Person in so eine Lage bewegen das kein Verletzen und Ersticken möglich ist. Anfälle können sehr, sehr ernst sein und sind um so gefährlicher je länger oder öfter sie passieren. Im schlimmsten Fall können sie permanente Hirnschäden verursachen.
3. Wenn die Person bei Bewußtsein ist. Schau nach Anzeichen was sie genommen haben: Kieferflattern bzw. –knirschen ist normalerweise ein Zeichen dafür das MDMA oder andere Stimulanzien im Spiel sind. Achte auf Augenwackeln, ebenfalls ein Zeichen für Stimulanzien. Achte aufs Schwitzen – in dieser Situation ist schwitzen ein gutes Zeichen. Achte auf Kälte, decke sie mit einer Decke zu falls sie zu frieren scheinen.
4. Wenn die Person bewußtlos ist. Versuch sie vorsichtig aufzuwecken. Schüttel sie sanft und sprich in einer ruhigen und sicheren Sprache zu Ihnen („Bist du ihn Ordnung? Soll ich einen Arzt holen?“). Wenn sie sich erbrechen leg sie auf die Seite damit das Erbrochene aus ihrem Mund laufen kann (damit sie nicht ersticken). Versuch herauszufinden ob die Person in einem Koma befindet.
5. Wenn die Person nicht atmet, versuch sie wieder zum atmen zu bringen. Kleidung lockern. Sanft schütteln. Luftwege säubern, besonders wenn sie erbrochen haben. Wenn jemand weis wie, macht Herzmassage und Beatmung.
6. Ruf den Notruf (112). Vergiß nicht das es seine Zeit dauern wird bis Hilfe kommt und seid vorbereitet für die Ankunft des Krankenwagens und eventuell der Polizei. Schafft einen Weg für die Sanitäter um zur Person zu kommen. Wenn ihr auf einer Party seid, mach die Musik aus und macht eine Ansage bzw. Mitteilung um Freunde der Person zu ermitteln...wenn welche da sind.
Das kann in vielen Situationen eine schwierige Entscheidung sein, aber ab diesem Punkt reden wir über eine Lebensgefährliche Situation. Die Konsequenzen die passieren können wenn man außenstehende Hilfe holt werden wesentlich geringer sein als die Konsequenz das Jemand sein Leben verliert.


[h3] Kritische Situationen (Emotional, Mental, Spirituell)[/h3]
Kritische Situationen können sich vielfältig ereignen. Alles von Aggressivität, potentiell gefährlichen Ausrastern über komplette Reaktionslosigkeit auf äußere Reize zu schwacher Paranoia oder Furcht bis zu relativ harmlosem zwanghaftem oder psychotischen Verhalten. Wie man mit der Situation umgehen sollte hängt natürlich von den Symptomen ab die, die betreffende Person erlebt.
In dem meisten Situationen sollte man nicht zwingend versuchen irgendwas zu machen um die Situation der Person zu ändern. Die Sache ist z.B. das man nicht versuchen sollte jemanden „runter zu reden“ wenn es nicht funktioniert und die Sache nur schlimmer macht. Geh sicher das sie wissen das die Außenwelt vollkommen in Ordnung ist...du bist mit Ihnen und paßt auf sie auf. Geh sicher das sie nicht sich selbst oder andere verletzten könnten und falls die Sache außer Kontrolle geraten sollte das sie nach Hilfe rufen können. Was immer du entscheidest zu tun, achte auf ihre Reaktionen. Falls das was du tust die Situation zu verschlimmern scheint probier etwas anderes aus. Viele Guides und Begleiter die so eine Art von akuter emotionaler / spiritueller Krise erlebt haben sagen das es das beste ist demjenigen zu versuchen zu vermitteln das man sich gehen lassen muß, mit dem Strom schwimmen statt dagegen und sich zu entspannen. Das Mantra „Atme, Entspanne, Laß dich gehen“ wurde in den 1960‘s und 1970‘s für die psychedelische Therapie entwickelt und wird damit argumentiert das viel von dem emotionalen Mißklang und mentalem Streß vom Wehren und Kämpfen gegen mögliche unkomfortable innere Prozesse. Guides meinen das die Angst meist die dominierende Kraft in der Beschleunigung einer Krise ist und das die Hauptrolle eines Krisenmanagers ist einen Raum zu schaffen in der sich betreffende Person sicherer fühlen kann.
Generelle Tips
  • Versuch zu ermitteln wie „weit draußen“ sie sind. Denken sie das sie am selben Ort sind an dem du denkst zu sein? Wissen sie welche Tageszeit / Zeit /Datum es ist oder wie sie heißen? Wissen sie das sie was psychoaktives konsumiert haben?
  • Versichere Ihnen in Ruhe das du bei Ihnen bist und auf sie aufpaßt.
  • Erinnere sie daran das es ein durch Drogen verursachter Zustand ist welcher irgendwann enden wird.
  • Erinnere sie daran zu atmen und zu entspannen.
  • Laß sie wissen das spirituelle Krisen normal sind.
  • Bleibe so ruhig wie möglich wenn du mit Ihnen redest und benutze einen normalen Tonfall selbst wenn du selber ängstlich bist.
  • Wenn möglich, bringe Ihnen ein wenig Wasser oder ein Stück Brot. Frag ob sie einen Schluck oder Bissen haben möchten.
  • Sitz und rede. Verbring Zeit mit Ihnen.
  • Wenn du Ihren Namen weißt benutz ihn ein paar mal. „Hey Christian, wie geht’s dir?“
  • Stell dich vor, sag deinen Namen und warum du da bist.
  • Schaut euch schöne Dinge an.
  • Singt (alles mögliche, am besten fröhliche einfache Kinderlieder oder ähnliches)
  • Streichelt oder spielt mit einem Tier.
  • Macht einen Spaziergang.
  • Erinnert euch an schöne Dinge (Strände, Kinder, Sonnenuntergänge usw.)
  • Tanzt.
  • Haltet eure Hände.
Fallen, die man vermeiden sollte
  • Versuch nicht zu energisch sie „runter zu holen“. Das macht die Dinge oft schlimmer.
  • Verwirre sie nicht in dem du sie wiederholt Fragen stellst die sie nicht beantworten können.
  • Laß sie sich nicht noch allein gelassener fühlen in dem du verzweifelt und nervös handelst.
  • Vermeide möglichst komplexe Aktivitäten, so wie den Reißverschluß einer Jacke zu benutzen, die Musikanlage zu korrigieren oder das „Hauptlicht“ einzuschalten.
  • Respektiere Ihre Bedürfnisse und Grenzen. (Pack sie nicht an wenn sie nicht wollen. Gib Ihnen Platz wenn sie es zu brauchen scheinen)
Was zu tun ist
1. Wenn jemand danach aus sieht als macht er eine harte Zeit durch frag ob du dich zu ihm setzten kannst. Wenn du sie zu stören scheinst geh auf Distanz aber hab ein Auge auf sie.
2. Versuche dich in die Person bzw. den Ort wo sie sich befindet hinein zu versetzten. Oft ist das was Paranoia in den Leuten auslöst das Gefühl „so weit draußen“ zu sein und das sie sich so anders verhalten. Versuche die Welt mit Ihren Augen zu sehen.
3. Wie kannst du das Setting ändern? (Lautstärke, Temperatur, Draußen vs. Drinnen, usw.) Eine Party/Rave/Konzert kann das Befinden einer Person stark beeinträchtigen. Versuch den ruhigsten Ort zu finden (achte auf Hinweise und Reaktionen vom Berauschten) und frag die Leute um euch ob sie vielleicht nen bißchen ruhiger verhalten können. Beruhige sie und sage Ihnen das die Situation unter Kontrolle ist, merk dir Leute die helfen können falls notwendig.
4. Wie kannst du emotionale und physische Risiken minimieren? Versuch zu handeln wie es die Gefühle der Person erfordert und nicht die Situation (so wie „oh mein Gott, wir müssen was unternehmen.“)
5. Paranoia: Wenn die Person niemanden um sich haben will, zieh dich zurück, versuch sie nicht anzustarren, aber hab so diskret wie möglich ein Auge auf sie. Überlege dir einfach wie du dich fühlen würdest wenn ein vermeintlich Fremder (ob du es bist oder nicht) dich die ganze Zeit beobachtet und dir überall hin folgt.
6. Welche Gegenstände/Aktivitäten/Ablenkungen könnten helfen der Person durch die schwierige Zeit zu helfen (Spielzeug, Tiere, Musik, usw.)?
7. Kein Druck / Streß: Sei einfach bei Ihnen. So lange sie nicht körperlich in Gefahr sind mach Ihnen einfach klar das du für sie da bist wenn sie dich brauchen.
8. Berührung. Berührung kann sehr kraftvoll sein, aber genauso gefährlich. Generell kann man sagen, pack sie nicht an bevor sie sagen das es okay ist bzw. sie dich zuerst anpacken. Wenn es so scheint als wenn sie eine Umarmung bräuchten, frag sie. Wenn sie nicht mehr reden können, sei sehr vorsichtig und achte auf die negative Reaktionen wenn du sie berührst. Versuch zu vermeiden in jeglichen sexuellen Kontakt zu kommen. Oftmals ist Hände halten ein sehr effektiver und nicht bedrohlicher Weg jemandem wissen zu lassen das man für ihn da ist.
9. Nicht für immer: Wenn sie noch so weit ansprechbar sind das sie sich sorgen um sich selber machen können, kannst du Ihnen auch noch klarmachen das ihr Erlebtes durch Drogen hervorgerufen ist und das sie wieder normal werden.
10. Normal Drogen-induziert: Sag Ihnen das sie akute Effekte eine Droge erleben (wenn du weißt welche sag es Ihnen) und sag Ihnen das es normal ist das sie durch eine spirituelle Krise gehen und es Ihnen (so wie Tausende zuvor) es gut gehen wird wenn sie sich entspannen und der Substanz ihren Weg gehen lassen.
11. Atmen: atme mit Ihnen. Wenn sie noch genug da sind versuch sie dazu zu bringen mit dir zusammen tief, lang und voll durchzuatmen. Wenn sie dafür zugänglich sind oder wenn sie wirklich „weit draußen“ sind und ausflippen, leg eine Hand auf Ihren Bauch und sag „atme von hier unten“, „atme einfach weiter, du hast es“, das kann helfen.
12. Entspannen: Es kann sehr, sehr hart sein zu entspannen während man stirbt oder von Dämonen davongezogen wird, aber sagt Ihnen das du da bist und aufpaßt das Ihrem physischen Körper nichts zustößt. Eins der wichtigsten Dinge während wirklich schwieriger innerer Prozesse ist es zu ihnen zu erklären das es okay ist was passiert und sie sich entspannen und sollen um es einfach passieren zu lassen.
13. Meditativ werden: Vorsichtig den Vorschlag machen das die Augen zu schließen und in sich zu kehren manchmal den Kurs einer Erfahrung ändern kann.
14. Barfuß: Eins der am meisten Realitätsbindenden und zentrierenden Dinge ist es die Schuhe und Socken auszuziehen und Barfuß zu laufen. Vorsicht in gefährlichem Gebiet (logisch, oder?).
15. Augenkontakt: Wenn die Person sich nicht paranoid und ängstlich gegenüber dir verhält halte viel Augenkontakt mit ihr.
16. Alles ist okay mit mir: Mach Ihnen klar das die ganze Welt um sie herum zusammenbrechen kann aber wenn sie mit die zusammen ist das alles okay sein wird.
17. Gesunder Prozeß: Krisen sind ein normaler Teil des menschlichen psychologischen Prozesses und ein Weg mit Ihnen fertig zu werden ist sie als Prozeß der Heilung zu sehen und nicht als „Problem“ das behoben werden muß.
Es kann sehr schwierig sein mit jemanden zu kommunizieren, umzugehen oder sich der Präsenz der Person vollkommen zu sichern wenn sie auf dem Peak einer intensiven Erfahrung ist. Wenn du mit einer Person zusammen bist die in so einer Verfassung ist, hör was sie dir zu sagen haben und du kannst sie mit einfachen Fragen über ihre Erfahrung ausquetschen...
„Welche Farbe ist es?“ – „Bist du traurig?“ – „Wie alt bist du?“
Die Antworten werden meist mehr metaphorisch als konkret sein. „Alle Farben“ – Ich bin so alt wie der Fluß“. Denk nicht dran eine normale Konversation zu führen.
Das was vielen Leuten sehr hilft mit einer schlechten Erfahrung fertig zu werden ist eine einfache Decke um sie herum. Mann kann nicht genug betonen wie sehr ich eine dicke, schwere Decke für Notfälle empfehle.


[h2] Zusammenfassung[/h2]
Die meisten psychedelischen Krisen sind ganz leicht zu handeln. Behaltet die Ruhe und den Überblick. Seid für die Person auch nach dem Peak da, sie wird es euch danken, egal ob Freund oder Fremder.


[h2] Anhänge[/h2]


[h3]Gegenmittel[/h3]
Dieser Abschnitt behandelt Substanzen die eine psychedelische Krise behandeln sollen.
Die meisten akuten Krisen landen in den Händen von professionellen Helfern auf Grund intensiver Ängste. Psychedelika können unkontrollierbare Gefühle von Angst, Furcht, Paranoia und andere ähnliche Zustände hervorrufen bzw. beschleunigen. Die meisten Medikamente die in diesem Fall eingesetzt werden sind Benzodiazepine so wie Diazepam und Alprazolam. In der Medizin werden auch andere Präparate benutzt um solche psychotischen Zustände zu behandeln so wie Haloperidol, Risperdal, Thorazine.


[h3]Hinweise zu Benzodiazepinen[/h3]
Diazepam – wird benutzt um Angst und Krämpfe zu bekämpfen, ebenso aber um Menschen generell zu beruhigen. Dosierung liegt bei 2-10mg für niedrige Angstzustände und 10-30mg für akute, extreme Attacken. Hat allerdings extrem lange HWZ bis >100 Std. (mit Metaboliten). Laut Benkert/Hippius wird empfohlen Diazepam als Mittel der ersten Wahl bei einem "Horrortrip" einzusetzen.

Oxazepam – ein Metabolit von Diazepam.
Alprazolam – hat einen schnelleren Wirkungseintritt als Diazepam und eine wesentlich kürzere HWZ (18 Std.). Dosierungen liegen bei niedriger Angst bei 0.25-1mg und bei extremen Angstzuständen bei 1-3mg.
Bei psychotischen Zuständen empfehlen sich Neuroleptika eher:


[h3]Hinweise zu Neuroleptika[/h3]
Haloperidol, Haldol
Wirkung / Spektrum:
  • Stark antipsychotisch
  • Gering sedierend
  • Antiemetisch
Indikationen:
  • Akute Psychosen
  • Unruhezustände
  • Alkoholisch bedingte Erregungszustände
  • Psychomotorische Erregungszustände
  • Hyperkinesen
Dosierung: 5-10 mg langsam i.v. (ältere Patienten: initial nur 2,5 mg)
Nebenwirkungen:
  • Dyskinesien (Schluck- und Schlundkrämpfe, kloßige Sprache, dystone Bewegungen)
  • Hypotonie (insbesondere bei bestehendem Volumenmangel)
  • Orthostatische Dysregulationen
  • Erregungsleitungsstörungen (AV-Block, Schenkelblock)
  • Paradoxe Hypotonie nach Adrenalingabe
Bemerkungen:
  • Große therapeutische Breite
  • Antidot bei Frühdyskinesien: Biperiden
Wirkungseintritt: 10 min
Wirkungsdauer: 5-8 h
Triflupromazin
Handelsnamen: Psyquil
Wirkung / Spektrum:
  • Sedierend, antipsychotisch, antiemetisch, anticholinerg, sympatholytisch, anxiolytisch
Indikationen:
  • Akute Psychosen, Angst und Erregungszustände
  • Erbrechen, Unruhe, Singultus
Dosierung: 5-10 mg langsam i.v.
Nebenwirkungen:
  • Hypotonie, AV-Block
Wirkungsdauer: 24 h


[h3]Definitionen[/h3]
Koma – Sollte sehr ernst genommen werden. Komas sind häufige Reaktionen auf Überdosen von GHB, Opiaten, Ketamin und DXM. Ebenfalls nicht selten werden in dem Zusammenhang andere Substanzen (2C-t-7, DMT, 5-MeO-DMT, und möglicherweise andere) und manche Kombinationen genannt. Koma ist allerdings realtiv ungewöhnlich für die meisten Entheogene und Psychedelika. Wenn die Person nicht bei Bewußtsein ist, sagt ihren Namen, vorsichtig rütteln und frag sie ob sie schlafen. Checkt den Puls und tastet die Stirn ab wegen erhöhter Temperatur. Versucht durch Schmerz Reaktionen hervor zu rufen. Zwickt sie z.B. an der Fingerspitze oder ähnliches. Als letzte Reaktion werden sich die Pupillen weiten. Wenn ihr keine Reaktion auf diese Versuche bekommt hört es sich nach Koma an. Starke dissoziative Zustände können einem Koma ähnlich sein, sie werden sich aber immer irgendwie bewegen oder auf Reize reagieren.
Akute physische Gefahren verschiedener Substanzen
GHB – Überdosis kann Atmung dämpfen oder Koma auslösen. Die Daten sind etwas verwirrend was die Todesrate angeht ohne das die Leute in Krankenhäuser eingeliefert wurden, aber es wird von vielen erzählt das sie gerade noch durch Sanitäter vor dem Tod durch Atemstillstand bewahrt wurden. Die meisten Daten sind nicht besonders seriös aber GHB ist definitiv problematischer als andere Drogen. GHB kann sehr schlecht wirken in Kombination mit anderen zentraldämpfenden Mitteln (Alkohol, Opiate usw.). Erbrechen, Übelkeit und Bewußtlosigkeit sind die häufig.
Ketamin – Kann Übelkeit, Schwindel und Bewußtlosigkeit hervorrufen.
Phencyclidin (PCP)
C17H25N, Freiname für 1-(1-Phenylcyclohexyl)-piperidin, PCP, "Angel Dust" bzw. "Engelsstaub". Wurde 1956 in den USA als i.v.-Anästhetikum entwickelt. Die bei den klinischen Tests auffallenden halluzinogenen Nebenwirkungen (Verwirrtheit der Patienten, illusionäre Verkennungen der Realität) führten dazu, dass PCP vorübergehend nur von Tierärzten benutzt wurde, jetzt Einstufung als nicht verkehrs- und verschreibungsfähige Droge (Anlage 1 BtMG).
Wegen des geringen Preises (im Vergleich zu Heroin oder Cocain), der raschen und intensiveren und längeren Wirkung und den in der Drogenszene verbreiteten "Sehnsucht nach Horrorerfahrung und Selbstzerstörung" (Schmidbauer, v.Scheidt, 1989) wurde es in den 70er Jahren in den USA auch in der Rocker-Szene zu einer häufig konsumierten Droge.
30 - 50 % der aufgenommenen Dosis werden unverändert binnen 72 Stunden in den Urin ausgeschieden. Die Metabolisierung erfolgt durch Oxidation zu den inaktiven Metaboliten 4-Phenyl-4-piperidinocyclohexanol und 1-(1-Phenylcyclohexyl)-4-hydroxypiperidin, die in Form ihrer Glucuronide in den Urin ausgeschieden werden.
DXM– DXM allein kann zu Dissoziation, Verwirrung, Übelkeit/Erbrechen und Bewußtlosigkeit in hohen Dosen führen. Eine der Größten Gefahren ist der Konsum anderer aktiver Inhaltsstoffe in versch. Hustensäften. Wenn Probleme Auftauchen versucht herauszufinden welche Tabletten Sirup die Person genommen hat und ob es noch andere Inhaltsstoffe enthalten hat.
Es sollte auf jeden Fall vorher ein Test mit ~90mg DXM vorgenommen werden um eine allergische Reaktion abwegen zu können (keine Seltenheit)!!! Ebenso sollte DXM nicht mit MDMA kombiniert werden, Gefahr eines Serotonin Syndroms! Ebenso kann es bei gleichzeitigem Amphe-Konsum zu einer extremen Wirkungsverstärkung kommen.
LSD – Kann lange (6-18 Std. und mehr) akute psycho-spirituelle Krisen, Ego-Auflösung, Realitätsentfremdung, Paranoia, Angst, Trauer, Verzweiflung und extreme Stimmungschwankungen auslösen. Jede Art von Erfahrung ist damit möglich. Bis jetzt wurden keine Toten gezählt die an der Substanz gestorben sind.
Pilze - Kann mittlere (4-10 Std. und mehr) akute psycho-spirituelle Krisen, Ego-Auflösung, Realitätsentfremdung, Paranoia, Angst, Trauer, Verzweiflung und extreme Stimmungschwankungen auslösen. Pilze scheinen mehr Traum-mäßig zu sein als LSD und weniger energetisch. Keine Toten durch Überdosierung bis jetzt.
THC – Die meisten Krisen durch Cannabis sind durch orale Dosen hervorgerufen. Cannabis Krisen dauern zwischen 2-6 Std. (oder mehr) und können Paranoia, Panik Attacken, Trägheit, ein und austreten aus dem Bewußtsein, extrem rote Augen und Gefühlsschwankungen.
MDMA – MDMA ist ein wenig verzwickt weil viele andere Substanzen unter dem Namen angeboten werden. MDMA selber kann in versch. Arten Krisen auslösen:
- Überhitzung/Dehydration – Gebt der Person Wasser zu trinken. MDMA kann seltener Bewußtlosigkeit hervorrufen, aber es passiert.
- MDMA kann unbequeme Gefühle auslösen weile sein so starkes Stimulans ist. Atmen, Entspannen, Hinlegen, Sitzen und Reden ist alles gut.
- MDMA kann ebenfalls Krisen durch die Offenlegung von inneren unbequemen, verdrängten Erinnerungen, usw. auslösen. MDMA löst recht selten extreme Paranoia oder Wut aus.
- Die meisten Tode die mit MDMA in Verbindung gebracht werden entstanden weil die Personen dehydrierten und überhitzen. Wenn jemand stundenlang tanzt bringt ihm etwas Wasser und fragt ob er nicht nen Schluck nehmen will und mal ne Minute Pause machen.
PMA
Paramethoxyamphetamin, p-Methoxyamphetamin. Illegale Designerdroge, die derzeit anstelle von MDA oder MDMA als Ecstasy gehandelt wird, jedoch in bereits deutlich niedriger Dosierung (ca. 50 mg) wirksam ist. Dosierungen oberhalb von 60-80 mg führen zu einem starken Blutdruck- und Temperaturanstieg und beschleunigtem Puls. Da Ecstasy normalerweise höher dosiert wird, sind mehrere Fälle akzidenteller Überdosierungen mit tödlichem Ausgang bekannt. Die PMA-Tabletten weisen ähnliche Einprägungen auf wie Ecstasy-Tabletten und sind somit für den User nicht zu unterscheiden.
Phenethylamine
Sammelbezeichnung für mit den Amphetaminen verwandte, im BtMG Anlage 1 aufgeführte psychotrope Verbindungen, die im Gegensatz zu diesen in der Seitenkette nicht drei, sondern lediglich zwei C-Atome besitzen. Die Namensgebung beginnt daher mit "2C", gefolgt vom Substituenten in para-Stellung (C,B,I für Chlor, Brom, Iod oder T für Thioalkyl, wobei eine letzte Ziffer die Alkylkette beschreibt, 1 für Methyl, 2 für Ethyl, 7 für Propyl). Bedeutsamste Vertreter sind 2CB, 2CI, 2C-T-2 und 2C-T-7, die vom amerikanischen Drogenpapst Alexander Shulgin synthethisiert und in seinem Buch "PHIKAL" 1991 beschrieben wurden. In den USA sind bislang 3 Todesfälle durch Überdosierung von 2C-T-7 bekannt geworden, insbesondere in Verbindung mit Ecstasy-Konsum. In der EU sind Phenethylamine bislang unbedeutend.
Phenobarbital
Wirkstoffgruppe: Barbiturate
Handelsnamen: Luminal
Anwendungsgebiete:
  • Epileptische Krampfanfälle (fokale und generalisierte Anfälle).
Wirkmechanismus:
  • Phenobarbital ist ein lange erprobtes Arzneimittel gegen Epilepsie. Durch Herabsetzung der Übererregbarkeit der Nervenzellen werden Krampfanfälle verhindert.
Dosierung:
  • Phenobarbital gibt es in Tablettenform oder auch als Injektionslösung.
  • Die Dosierung wird immer individuell auf den einzelnen Patienten und das zu behandelnde Krankheitsbild abgestimmt. Sie kann nur von einem Arzt festgelegt werden.
Nebenwirkungen:
  • Es kann kommen zu Müdigkeit, erhöhter Reizbarkeit, Verlangsamung, Bewegungsstörungen, Hautausschlag, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit, Erbrechen, Depression, Blutdrucksenkung, Leberfunktionsstörungen, Blutbildstörung.
  • Aufgeführt wurden hier lediglich die wichtigsten und häufigsten Nebenwirkungen. Jeder Mensch reagiert in anderer Weise und sehr individuell auf die Wirkstoffe in Medikamenten. Es ist daher nicht vorhersehbar, ob überhaupt und in welchem Ausmaß die oben genannten Nebenwirkungen auftreten.
Suchthinweis:
Alle hypnotisch wirkenden Barbitursaeurederivate fuehren zu einer koerperlichen Abhaengigkeit. Es besteht eine starke Aehnlichkeit zu jener Abhaengigkeit von Alkohol, deshalb fassen alle Klassifikationen von Abhaengigkeit (ICD, DSM) Barbiturate mit Alkohol zusammen.
Kotschenreuther fuehrt an, dass typische Merkmale einer Barbituratabhaengigkeit beim Entzug Reizbarkeit, Nervoesitaet, Haendezittern, Stoerungen der Muskelkoordination, Verfall der Reaktions- und Artikulationsfaehigkeit und sogar ein Delirium tremens sind.
Die Behandlung der Barbituratabhaengigkeit erfolgt logischerweise gleich wie beim Alkohol. Es soll an dieser Stelle auf die Beschreibungen bei dieser Rauschdroge verwiesen werden.
5-MeO-DMT – Kann Übelkeit, Anfälle und Katatonie auslösen. Keine Toten bekannt.
Von "http://www.drogen-forum.com/wiki/index.php/Psychedelische_Krisen_FAQ"

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Tags
5-meo-dmt, alprazolam, bad trip, benzos, dextromethorphan, dmt, drogen, dxm, ecstasy, konsum, mdpv, mmt, paranoia, psychedelic, xanax

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