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Opiate Drogen-Forum über Opium, Codein, Hydrocodon, Opiate & Opioide

 
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  #1  
Old 28-05-2009, 20:21
Spucky Spucky is offline
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Yeah, Heroin als Medikament! Banzai

Es ist endlich so weit, Heroin auf Krankenschein.
Hier die aktuelle Meldung:

Quote:
Große Mehrheit im Bundestag[h1]Künstliches Heroin künftig auf Rezept[/h1]
[Bildunterschrift: Künftig können Schwerstabhängige mit Diamorphin versorgt werden. (Archvibild) ]
Nach jahrelanger Debatte hat der Bundestag die kontrollierte Abgabe von sythetischem Heroin an Schwerstabhängige beschlossen. Ein von der SPD eingebrachter Gesetzesvorschlag erhielt 349 Ja-Stimmen, 198 Abgeordnete lehnten ihn ab, drei enthielten sich. Der Entwurf wurde von den Fraktionen der Grünen, der FDP und der Linkspartei unterstützt. Die Union lehnte ihn ab.
"Es geht darum, Schwerstheroinabhängigen mit massiven Gesundheitsproblemen wieder eine Perspektive zu eröffnen", warb die SPD-Gesundheitsexpertin Carola Reimann für den Vorschlag. Befürworter und Gegner streiten auch über die mögliche Zahl der Empfänger. Während der CDU-Politiker Jens Spahn von bis zu 80.000 Betroffenen sprach, geht Reimann von lediglich 2000 bis 3000 aus.
[h2]Diamorphin-Abgabe nur unter Bedingungen[/h2]
Das Gesetz sieht vor, die Behandlung mit synthetischem Heroin - sogenanntem Diamorphin - in die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung aufzunehmen. Demnach soll Diamorphin künftig nicht mehr als illegale Droge eingestuft, sondern als verschreibungsfähiges Betäubungsmittel zugelassen werden.
Um Missbrauch zu verhindern, wird die Abgabe an strenge Bedingungen geknüpft: Es dürfen nur Menschen daran teilnehmen, die bereits mindestens fünf Jahren opiatabhängig sind, mindestens zwei erfolglose Therapien hinter sich haben und 23 Jahre oder älter sind. Die Behandlung mit Diamorphin soll also nur bei schwerstabhängigen Süchtigen angewendet werden, die nach herkömmlichen Methoden wie der Methadon-Substitution nicht therapierbar sind.
[h2]Gesetzesvorschlag gingen Modellprojekte voraus[/h2]
Bei Diamorphin handelt es sich um reines, synthetisch hergestelltes Heroin. Von 2002 bis 2006 war die Diamorphin-Behandlung in sieben Städten in einem Modellprojekt erprobt und seitdem vielerorts verlängert worden. Die Behandlung mit dem Ersatzstoff Methadon führte in der Untersuchung bei weniger Teilnehmern zu deutlichen Gesundheitsverbesserungen als Diamorphin.
Dies ist ein Meilenstein unseres Kampfes!
Endlich!!!
  #2  
Old 11-09-2009, 17:26
Laserpointer Laserpointer is offline
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AW: Yeah, Heroin als Medikament! Banzai

das stimmt wirklich. Wird dies vielleicht auch in Ö der Fall sein?
  #3  
Old 07-07-2010, 13:51
Spucky Spucky is offline
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AW: Yeah, Heroin als Medikament! Banzai

Die Muehlen der Deutschen Justiz koennen auch langsam mahlen:

Baden-Württemberg will die umstrittene Herointherapie ab Juli ermöglichen. Das Land wird die neun geplanten Standorte finanziell unterstützen.

Stuttgart – Mit einer Verwaltungsvorschrift, die am 1. Juli 2010 in Kraft treten soll, will die Landesregierung die lange umstrittene Herointherapie für Schwerstabhängige unter ärztlicher Aufsicht ermöglichen. Ab diesem Zeitpunkt können die Regierungspräsidien dann ausgewählten Einrichtungen die Substitutionsbehandlung mit künstlich hergestelltem Heroin, dem sogenannten Diamorphin, erlauben. Das geht aus einer Kabinettsvorlage hervor, die der SÜDWEST PRESSE vorliegt. Sie soll am Dienstag verabschiedet werden. In Fachkreisen wird damit gerechnet, dass Karlsruhe und Stuttgart als erste Standorte einen Antrag auf die Herointherapie einreichen werden. Als weitere Standorte sind Ulm, Ravensburg, Tübingen/Reutlingen, Mannheim, Freiburg, Heilbronn und Singen vorgesehen.

Um die vom Bund vorgegebene Behandlungsform rasch umzusetzen, nimmt das Land selbst Geld in die Hand. Pro Standort sei ein „Investitionszuschuss in Höhe von 100 000 Euro“ erforderlich, schreibt Sozialministerin Monika Stolz (CDU) in der Vorlage. Nur in Karlsruhe, das die Therapie bereits erprobt hat, fällt die Summe mit 50 000 Euro geringer aus. Bis 2013 will das Sozialressort daher für den sukzessiven Ausbau der Standorte durch Umschichtungen in seinem Etat 850 000 Euro bereitstellen.
Mit dem geplanten Beschluss endet der jahrelange Konflikt um die Behandlung von bis 300 Schwerstabhängigen im Land.

Laut einer bundesweiten Studie verbessert die verschreibungspflichtige Herointherapie den Gesundheitszustand extrem Süchtiger so weit, dass sie in eine ausstiegsorientierte Behandlung wechseln können. Außerdem wird die Beschaffungskriminalität vermindert und die Drogenszene gelichtet. Stolz hatte sich dieser Sichtweise früh angeschlossen, weite Teile ihrer Partei indes stellten die Studie in Frage. 2006 hatte sogar ein CDU-Landesparteitag das Projekt abgelehnt, das das Land wegen der Bundesgesetzgebung nun nicht mehr stoppen kann. Es hätte die Umsetzung indes verzögern könnten, worauf es nun aber verzichtet.
Die hohen Anfangskosten verursacht das strenge Sicherheitskonzept. Es schreibt etwa vor, dass Diamorphin nur in fensterlosen Räumen aus Stahlbeton gelagert werden darf. Die Außenwände müssen mit Körperschallmeldern versehen und der Zugang elektronisch kontrolliert werden.

Die Räume, in denen der Ersatzstoff unter Aufsicht konsumiert werden darf, müssen permanent videoüberwacht und die Aufzeichnungen dürfen erst nach 48 Stunden gelöscht werden. Während der Verabreichung von Diamorphin müssen in der Einrichtung mindestens drei Fachkräfte anwesend sein.

Kommentar:
Es ist ein später Sieg der Vernunft, wenn sich die Landesregierung nun anschickt, die Herointherapie aktiv zu unterstützen. Denn die Ergebnisse einer bereits 2006 abgeschlossenen bundesweiten Vergleichsstudie sind eindeutig: Bei Schwerstabhängigen ist die ärztlich kontrollierte Therapie mit künstlichem Heroin dem bisherigen Ersatzmittel Methadon überlegen. Den Patienten geht es gesundheitlich besser und sie sind auch seltener kriminell als Methadon-Patienten. Das spricht für die Therapie und relativiert die hohen Anfangskosten beträchtlich.

Trotz der eindeutigen Faktenlage hat sich die Landes-CDU lange gegen die Herointherapie gesperrt – auch, weil sie glaubte, dass sie mit Hilfen für Junkies in konservativen Kreisen nicht punkten kann. Doch zum einen hat der Bund die Bedenken nicht geteilt. Zum anderen haben selbst exponierte Vertreter der Konservativen wie Hessens Noch-Regierungschef Roland Koch nach anfänglicher Skepsis die Vorteile der Therapie erkannt: weniger Junkies in Parks, weniger Dealer, weniger Kriminalität, weniger Drogentote.
Der anstehende Kabinettsbeschluss ist daher eine große Chance.

Denn damit ist ein Thema abgearbeitet, das extrem ideologisch belastet war und viel Ressourcen und Aufmerksamkeit gebunden hat. Die Chance besteht darin, dass nun wieder mehr Kräfte frei werden für drängendere Probleme wie Missbrauch von Alkohol und Medikamenten.

ROLAND MUSCHEL

Last edited by Spucky; 07-07-2010 at 13:59.
  #4  
Old 08-07-2010, 03:11
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Re: Yeah, Heroin als Medikament! Banzai

Von bis zu 300 Schwerstabhängigen im Land? Wenn das mal nicht mehr sind, denn wegen 300 Menschen macht doch niemand irgendeinen Wirbel. So eine "geringfügige" Menschenzahl würde einfach ignoriert werden.
Trotzdem eine vernünftige Sache, SWIM kennt die Heroin Sucht zum Glück nicht, aber trotzdem wären Abhängige sogar in der Lage relativ normal zu arbeiten. Dazu wäre der Stoff rein und zusätzliche Schäden/Risiken fallen weg. Durch die "Versorgung" mit seinem Stoff hätte der Süchtige ja auch wieder Zeit sich ein "normales" Leben aufzubauen.

Aber in Stuttgart geht das ganze nur um Stuttgart 21. Denn wurde vor etwa 15-20 Jahren meist im Stadtkern gedealt. War es dennoch nur auf einen Punkt begrenzt, dort ging es dann zum Abend hin und die Nacht durch gut ab.
Dann wurde eine Aktion mit dem freundlichen Namen "Saubere Innenstadt" ins Leben gerufen, was natürlich die Leute in die Randbezirke verschlug. Damit hat man das Problem dann schön über die Stadt verteilt anstelle es zu beseitigen. Nun will Stuttgart mit Stuttgart 21 eine der modernsten Städte Europas werden, wie würde denn da ein Heroinfixer in die Innenstadt passen? Muss doch alles modern, sauber, sicher und total sozial wirken.

Daher ist diese Art des Umgangs mit den Süchtigen wohl nur eine "selbstsüchtige" Handlung, trotzdem besser als mit irgendwelchen Heinies der "Sicheren Innenstadt" auf obdachlosen Junkies rumzuklopfen.... Doch wie gesagt die edlen Motive, Einsicht und Vernunft, nimmt SWIM denen kaum ab.
  #5  
Old 09-07-2010, 11:13
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AW: Yeah, Heroin als Medikament! Banzai

Was ich eigentlich als sehr merkwuerdig erachte ist das die Kapazitaeten nicht
kostendeckend belegt sind, afaik ist keines der Behandlungszentren zu 100% belegt,
mancherorts sieht es sogar so aus das eine schliessung/ bzw. zusammenlegung erwaegt wird, dieses Problem gibt es in ganz Europa!

Die Vergaberegelung ist zwar hart aber nun auch nicht (viel) schlimmer als der ganze Suchtstress!

Swim kann sich noch gut an die Anfaenge erinnern,
die mussten sogar Praemien zahlen und haben die Leute auf Szene aufgegabelt, bzw. zu hause abgeholt!

Spucky added 1137 Minutes and 47 Seconds later...

Habe mal: "Qualitätssicherung der Diamorphinbehandlung –
Dokumentationsstandards und Monitoring der
heroingestützten Behandlung in Deutschland
Zweiter Zwischenbericht mit Auswertungen für 2008"


hochgeladen, ist ja immer ganz interessant!

http://www.drugs-forum.com/forum/loc...24&linkid=9305

Post Quality Evaluations:
Toller Upload, hilft tiefere Einblicke in die Sache zu bekommen.

Last edited by Spucky; 09-07-2010 at 11:13. Reason: Automerged Doublepost
  #6  
Old 12-07-2010, 07:22
kingsmor kingsmor is offline
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Re: Yeah, Heroin als Medikament! Banzai

Meine meinung dazu ist das es einfach seine szene geben muss es wird immer eine geben wie hier hier gehts von u bahnhof zu ubahnhof
  #7  
Old 13-07-2010, 11:43
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AW: Yeah, Heroin als Medikament! Banzai

Und es geht weiter

Düsseldorf bekommt eine Heroin-Ambulanz

Nach dem Gesundheitsausschuss hat sich auch der Stadtrat dafür ausgesprochen, in Düsseldorf eine Stelle einzurichten, in der Drogenabhängige reines Heroin, so genanntes Diamorphin, auf Rezept bekommen. Einstimmig wurde ein entsprechender CDU-FDP-Antrag angenommen. "Wir haben es hier mit Schwerstabhängigen zu tun", sagte Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) zur Begründung. Ihnen zu helfen, sei aus christlicher Nächstenliebe geboten. "Durch eine solche Ausgabe wird aber auch die Beschaffungskriminalität reduziert", so die Liberale. Dem schlossen sich SPD und Grüne an, mahnten aber, das Konzept schnell umzusetzen
  #8  
Old 01-08-2010, 14:05
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AW: Yeah, Heroin als Medikament! Banzai

INHALTSVERZEICHNIS
PRÄAMBEL __________________________________________________ ___________________________ 6
1. Die Substanz Diazetylmorphin___________________________________ ___________________________ 8
1.1. Pharmakologie_____________________________________ __________________________________ 8
1.2. Medizinische Verwendung __________________________________________________ ___________ 8
1.3. Pharmakokinetik __________________________________________________ ___________________ 8
1.4. Wirkungen und Nebenwirkungen von Diacetylmorphin ______________________________________ 10
1.4.1. Wirkungen __________________________________________________ ____________________ 10
1.4.2. Nebenwirkungen / Unerwünschte Wirkungen_________________________________________ __ 10
1.4.3. Interaktionen __________________________________________________ __________________ 11
1.4.4. Intoxikation __________________________________________________ ___________________ 11
1.4.5. Entzugssymptomatik __________________________________________________ ____________ 11
1.4.6. Anwendungseinschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen – EXKURS: Heroin und
Verkehrstüchtigkeit __________________________________________________ ______________ 11
1.5. DAM-Zubereitungen und Einnahmeformen _______________________________________________ 12
1.6. Heroinabhängigkeit __________________________________________________ ________________ 15
2. EXKURS über Heroinmythologie und Heroinkontrolle _________________________________________ 16
2.1. Der Mechanismus der Drogenkontrolle - Die Entwicklung der Internationalen Kontrolle der Narkotika 16
2.2. Der historische Hintergrund der Heroinkontrolle ___________________________________________ 16
2.3. Heroin als Problemdroge __________________________________________________ ____________ 16
2.4. Die Heroinmythologie __________________________________________________ ______________ 18
2.4.1. Die Ebenen der Dämonisierung des Heroins in den USA __________________________________ 18
2.4.2. Heroin in Europa __________________________________________________ _______________ 21
2.4.3. Ergebnisse der Literaturanalyse 1920-1945_____________________________________________ 22
2.4.3.1. Außermedizinische Literaturquellen _______________________________________________ 23
2.4.3.1.1. Heroin in Frankreich __________________________________________________ ______ 24
2.4.3.1.2. Heroin und Okkultismus __________________________________________________ ___ 25
2.5. Kontrolle und Mythologie 1923-1931 __________________________________________________ __ 25
2.6. Die Auswirkungen der amerikanischen Heroinmythologie auf die europäische Einstellung in der
Zwischenkriegszeit __________________________________________________ ________________ 26
2.7. Die Situation nach dem Zweiten Weltkrieg_________________________________________ _______ 27
3. Heroin in der Behandlung der Heroinabhängigkeit _____________________________________________ 28
3.1. Überblick über grundsätzliche Positionierungen in den verschiedenen Heroinstudien _______________ 29
3.1.1. Das Ungenügen der Methadonsubstitution _____________________________________________ 29
3.1.2. Ärztliche Heroinverschreibung als schadensbegrenzende Maßnahme ________________________ 30
3.1.3. Die Kontroverse um die Heroinverschreibung __________________________________________ 32
4. Heroinprojekte international_____________________________________ __________________________ 33
4.1. SCHWEIZ __________________________________________________ _______________________ 33
4.1.1. Entwicklung und rechtliche Grundlage der HeGeBe______________________________________ 33
4.1.1.1. Die legistischen Rahmenbedingungen_________________________________ _____________ 34
3
4.1.1.1.1. Drogenpolitik als Aufgabe des öffentlichen Gesundheitswesens ______________________ 34
4.1.1.1.2. Die katalysatorische Wirkung von AIDS ________________________________________ 35
4.1.2. Überprüfbare Zielsetzungen der schweizerischen Drogenpolitik seit 1991_____________________ 37
4.1.3. Die Schweizer Studie zur medizinischen Opiatvergabe (PROVE) ___________________________ 38
4.1.3.1. Supervisionsorgane, Expertengremien und Begleitgruppen _____________________________ 40
4.1.3.2. Praktische Umsetzung __________________________________________________ ________ 41
4.1.3.3. Begleitforschung __________________________________________________ ____________ 43
4.1.3.3.1. Substanzforschung __________________________________________________ _______ 43
4.1.3.3.2. Medizinische Forschung __________________________________________________ ___ 43
4.1.3.3.3. Sozialwissenschaftliche und ökonomische Forschungsthemen________________________ 45
4.1.3.4. Die Ergebnisse der Versuchsphase ________________________________________________ 47
4.1.3.4.1. Der Schweizer Synthesebericht___________________________________ _____________ 47
4.1.3.4.2. Bericht der externen Expertenkommission zur Beurteilung der schweizerischen
wissenschaftlichen Studien über die ärztliche Verschreibung von Betäubungsmitteln
an Drogenabhängige __________________________________________________ ______ 50
4.1.4. Zusammenfassende Darstellung des Ablaufes der Entwicklung der kontrollierten
Heroinverschreibung – eine Chronik __________________________________________________ 65
4.1.5. Die Entwicklung der Schweizer Versuche nach der Versuchsphase __________________________ 68
4.1.5.1. Die legislative Regulierung – die drogenpolitische Auseinandersetzung ___________________ 68
4.1.5.2. Der drogenpolitische Diskurs __________________________________________________ __ 68
4.1.5.2.1. Die Befürworter der HeGeBe _________________________________________________ 70
4.1.5.2.2. Verbände und Initiativen, die gegen die HeGeBe auftraten __________________________ 71
4.1.5.2.3. Das Referendum gegen den dringlichen Bundesbeschluss zur ärztlichen
Heroinverschreibung vom 9.10.1998 – Argumentarium_____________________________ 75
4.1.6. Die Entwicklung der Projekte zur HeGeBe _____________________________________________ 78
4.1.7. Situation 2001 __________________________________________________ _________________ 80
4.1.8. Bislang vorliegende Ergebnisse der ersten Routinephase __________________________________ 81
4.1.9. Abschließende Bewertung des Schweizer Modells der heroingestützten Behandlung ____________ 83
4.1.10. Best Practice – Best Control? Das Schweizer Handbuch HeGeBe 2000, herausgegeben vom BAG 86
4.2. NIEDERLANDE_______________________________________ ____________________________ 122
4.2.1. Die Niederländischen Studien und ihre Ergebnisse ______________________________________ 124
4.2.1.1. Ergebnisse __________________________________________________ ________________ 127
4.2.1.2. Die Kosten der HeGeBe im Niederländischen Modell ________________________________ 129
4.2.1.3. Schlussfolgerungen __________________________________________________ _________ 129
4.2.1.4. Empfehlungen __________________________________________________ _____________ 130
4.3. DEUTSCHLAND __________________________________________________ ________________ 130
4.3.1. Der Entwicklungsprozess der deutschen Projekte _______________________________________ 130
4.3.2. Struktur, Dauer, Kosten und Rahmenbedingungen des deutschen Modellprojekts ______________ 133
4.3.3. Methode und Design __________________________________________________ ___________ 134
4.3.3.1. Studienaufbau __________________________________________________ _____________ 137
4.3.3.2. Zeitplan __________________________________________________ __________________ 138
4.3.3.3. Voraussetzungen __________________________________________________ ___________ 138
4
4.3.3.4. Der aktuelle Stand des Projektes _________________________________________________ 138
4.3.3.5. Der bisherige Verlauf der Studie in Bonn __________________________________________ 138
4.3.3.6. Die deutsche und die niederländische Heroinstudie im Vergleich _______________________ 141
4.4. ENGLAND __________________________________________________ _____________________ 142
4.4.1. Drogenpolitischer Hintergrund __________________________________________________ ___ 142
4.4.2. Die Veränderungen in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts __________________________ 144
4.4.3. Der Einsatz injizierbarer Zubereitungen in der Behandlung Abhängiger _____________________ 146
4.4.3.1. Das Ausmaß der Verschreibung von injizierbarem Methadon und injizierbarem DAM_______ 146
4.4.3.1.1. Aktuelle Situation __________________________________________________ _______ 149
4.4.4. John Marks: ein Traditionalist des „Britischen Systems“ _________________________________ 154
4.4.4.1. Bericht über die Behandlungsmethode von John Marks _______________________________ 156
4.4.4.1.1. Die abgegebenen Substanzen und ihre Darreichungsformen ________________________ 157
4.4.4.2. Arbeitsweise bis 1995 __________________________________________________ _______ 157
4.4.4.2.1. Die Arbeit der „drug dependency clinic“ von John Marks im Spiegel der Statistik _______ 159
4.4.4.3. Die Arbeitsweise nach 1995 __________________________________________________ __ 160
4.4.4.4. Bewertung durch die örtlichen Strafverfolgungsbehörden _____________________________ 161
4.4.5. Die Verwissenschaftlichung der Opiatverschreibung an Abhängige in England________________ 161
4.4.5.1. Die Untersuchung von HARTNOLL 1980 _________________________________________ 161
4.4.5.2. Die Untersuchung von METREBIAN 1998 ________________________________________ 162
4.5. KANADA __________________________________________________ ______________________ 163
4.5.1. Drogenpolitischer Hintergrund __________________________________________________ ___ 163
4.5.2. Opiatgestützte Behandlung Abhängigkeitskranker ______________________________________ 164
4.5.3. Die Entwicklung des Heroinproblems ________________________________________________ 165
4.5.4. Die Entwicklung der Behandlung Opiatabhängiger___________________________________ ___ 166
4.5.5. Die NAOMI – Initiative________________________________________ ___________________ 167
4.5.5.1. Das Konzept der NAOMI __________________________________________________ ____ 169
4.5.6. Laufende Heroinprojekte in Kanada _________________________________________________ 171
4.6. SPANIEN __________________________________________________ ______________________ 172
4.7. AUSTRALIEN __________________________________________________ __________________ 173
4.7.1. Drogenpolitischer Hintergrund __________________________________________________ ___ 173
4.7.2. Der Entwurf des ACT __________________________________________________ __________ 174
4.7.2.1. Zielvorstellungen und erwartete Ergebnisse ________________________________________ 174
4.7.2.2. Pilot-Studien __________________________________________________ ______________ 175
4.7.3. Australien 1997-2002 __________________________________________________ __________ 176
4.7.3.1. Die drogenpolitische Diskussion _________________________________________________ 176
4.8. DÄNEMARK __________________________________________________ ___________________ 178
5. ZUSAMMENFASSENDE DARSTELLUNG_______________________________________ _________ 179
5.1. Überblick über den internationalen Stand der heroingestützten Behandlung _____________________ 179
5.2. Die wissenschaftliche Ausrichtung der internationalen Experimente ___________________________ 179
5.2.1. Methodische Probleme der wissenschaftlichen Designs __________________________________ 180
5
5.2.2. Die Bedeutung der Projekte zur HeGeBe für die Forschung und die Bedeutung der Forschung
für die Praxis der HeGeBe __________________________________________________ _______ 184
5.2.2.1. Die problematischen Nebeneffekte der Forschungsauflagen für die Praxis ________________ 184
5.2.2.2. Beurteilung der Kritik __________________________________________________ _______ 185
5.3. Zusammenfassung der bisher vorliegenden Ergebnisse _____________________________________ 185
5.4. Die europäischen Studien im Überblick _________________________________________________ 187
5.4.1. Ergebnisse hinsichtlich der Zielvorgaben der Studien____________________________________ 187
5.5. Diskussion der Ergebnisse und Einschränkungen hinsichtlich ihrer Validität und Generalisierbarkeit _ 191
5.5.1. Bemerkungen zur Frage der „Haltekraft“ der Programme_________________________________ 191
5.5.2. Weiterhin offene Fragen __________________________________________________ ________ 192
5.6. Ein Zukunfts-Szenarium __________________________________________________ ___________ 194
5.6.1. Die Registrierung des DAM als Arzneimittel __________________________________________ 195
5.6.2. Die Position der Internationalen Suchtmittelkontrolle______________________________ ______ 196
5.7. Ausblick: Vorstellungen über die notwendige Differenzierung der heroingestützten Behandlung_____ 197
5.8. Schlussfolgerung und Empfehlung __________________________________________________ ___ 199
6. LITERATURVERZEICHNIS __________________________________________________ __________ 203
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  #9  
Old 01-10-2010, 10:47
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Heroin auf Krankenschein


Viele Jahre stand die liberale Frankfurter Drogenpolitik in der Kritik - doch sie hat sich durchgesetzt.
Ab heute übernehmen nun sogar die Krankenkassen die Kosten der kontrollierten Abgabe von Heroin.
Die Stadt spart dadurch viel Geld.


Von hr-Reporterin Silja Tietz

Wie alle, die in der Frankfurter Heroinambulanz gelandet sind, hat Klaus (Name geändert) einen langen Leidensweg hinter sich. Über 30 Jahre nahm er Drogen, auch Heroin. Er konnte einfach nicht ohne. Durch die Behandlung in der Heroinambulanz im Frankfurter Ostend kam für ihn mit Anfang 50 aber die Zuversicht zurück: "Das ist das erste Mal, dass ich mich so stabil fühle, dass ich mir vorstellen kann, ein normales Leben zu führen, mit Arbeit, unabhängig und selbstständig". In der Heroinambulanz bekommen schwerstabhängige Menschen wie Klaus künstlich hergestelltes Heroin vom Arzt – so genanntes Diamorphin.

Zurzeit kommen 104 schwerstabhängige Menschen regelmäßig in die Heroinambulanz, keine Therapie half ihnen bislang aus dem Drogensumpf. Drei Mal am Tag bekommen sie von einem Arzt Diamorphin. So sollen sie es schaffen, wieder ein normales Leben zu führen, so Wilfried Köhler, der Leiter der Heroinambulanz. "Viele Menschen kommen von der Straße, allen sozialen Bezügen entrissen. Nach einer Woche sagen sie 'Guten Tag' und 'Danke schön'. Das klingt banal – aber es illustriert, was für ein Prozess in Gang kommt."

Nun übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung. Das hat der Bundestag im Frühjahr so entschieden. Nach langen Kämpfen hat sich damit die Idee der Heroinambulanz durchgesetzt. Für einige wenige Schwerstabhängige, die mehrere erfolglose Therapien hinter sich haben, ist der kontrollierte Drogenkonsum der einzige Weg zurück zu einem halbwegs normalen Leben. Für die Krankenkassen fallen Kosten von jährlich rund 11.500 Euro pro Patient an. Damit habe sich auch die liberale Frankfurter Drogenpolitik durchgesetzt, so Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann (Grüne). "Es war uns immer klar, dass wir einen kleinen Teil der Ausstiegswilligen mit anderen Programmen nicht erreichen. Für diese kleine Gruppe ist die Diamorphinabgabe der Weg in ein normales Leben."

Krankenkassen müssen 1,5 Millionen Euro zahlen

Noch im Herbst 2007 drohte der Heroinambulanz im Ostend das Aus. Das auf vier Jahre angelegt Modellprojekt war zu Ende. Die Bundesregierung wollte die Drogenabgabe nicht mehr zulassen. Nach viel Überzeugungsarbeit von Politikern aller Parteien in Frankfurt kam es aber anders. Durch die Bundestagsentscheidung gehört die Abgabe künstlichen Heroins an Schwerstabhängige nun sogar zum Leistungskatalog der Krankenkassen. Die Stadt Frankfurt spart damit 1,5 Millionen Euro im Jahr.

Das sind Kosten, die nun die Krankenkassen tragen müssen. Meinhard Johannidis vom hessischen Verband der Ersatzkassen sieht das kritisch. "Wir sind der Auffassung, dass die Behandlung mit Diamorphin nicht nur Aufgabe der Krankenkassen ist, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe."

Manche schaffen den Sprung in ein drogenfreies Leben

Für die Schwerstabhängigen in der Frankfurter Heroinambulanz gibt es nun aber eine dauerhafte Perspektive. Die bisherigen Erfolge in Frankfurt machen Gesundheitsdezernentin Rottmann auch für die Zukunft zuversichtlich. "Die soziale Situation der meisten hat sich ganz schnell verbessert, viele sind obdachlos und isoliert und das ändert sich ganz schnell." Auch den kompletten Ausstieg schaffen manche: Im vergangenen Jahr hätten immerhin fünf Patienten den Absprung in ein drogenfreies Leben geschafft.

Quote:
Die Aufnahme in den Regelkatalog der Krankenkassen bedeutet
das Menschen nun das Anrecht auf diese Behandlung haben,
Patienten koennen diese nun einklagen
quelle ist: http://www.hr-online.de/website/rubr...ument_39860123
  #10  
Old 06-10-2010, 16:32
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AW: Yeah, Heroin als Medikament! Banzai

war ja nun endlich auch nötig.
Jeder opiatabhängige der gerettet wird vor krankheit, verelendung und sozialem abseits ist die gesamte summe die ausgegeben wird schon alleine wert.
Vielleicht kann deutschland da in der sog. westlichen welt sogar als leuchtfeuer dastehen.
In meinem bekanntenkreis hat es im letzten jahr allein sieben polytox das leben gekostet, daß sie nicht adäquat behandelt wurden.

TBBW
  #11  
Old 07-10-2010, 12:41
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AW: Yeah, Heroin als Medikament! Banzai

Leider ist es so das es wohl niemals eine flaechendeckende Versorgung mit Diaphin geben kann und wird!
Das Programm wird wohl auf Grossstaedte begrenzt werden.

In einen anderen Forum wurde ausgerechnet das mindestens 85 Patienten pro Einrichtung notwendig sind um das ganze Kostendeckend zu bekommen!

Das Deutsche Heroin-Programm als Leuchtfeuer zu sehen halte ich fuer sehr gefaehrlich da die Vorraussetzungen doch zu hart sind!

Nicht nur die "Gesundheitlichen" sondern vor allem die Baurechtlichen sind unter aller Sau!

OK, Sicherheit ist wichtig aber es dreht sich hier um Medikamente und nicht um Fort Knox oder einer Einrichtung der "Umbrella Organization"!
  #12  
Old 08-10-2010, 06:22
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Re: Yeah, Heroin als Medikament! Banzai

Gut, das mit den Auflagen ist aber ein weit tiefgehenderes und komplizierteres Thema. Weil sich das eben nicht auf Diamorphin selbst bezieht, sondern Diamorphin auf Grund seiner Beschaffenheit/Wirkung unter diese Richtlinien fällt.
In Deutschland ist alles was unter das BtmG fällt nur unter härtesten Auflagen zu bekommen, auch zu Forschungszwecken oder bei medizinischer Anwendung. In anderen Ländern kann ein Forscher leichter mit kontrollierten Substanzen hantieren, dafür ist man in Deutschland weniger rigoros was endgültige Verbote angeht. Das sieht man dann zB daran, dass es kein Analoggesetz gibt.

Um also Diamorphin einfacher abgeben zu können, müsste entweder das Gesetz grundlegend umgebaut werden oder Diamorphin unter das AMG gestellt werden (was einer Teillegalisierung von Heroin gleichkäme) oder eine Sonderregelung aufgestellt werden (was ebenfalls von Gegnern als Teillegalisierung angesehen wird).

Daher war es wohl im Endeffekt doch immer noch einfacher die Auflagen zu erfüllen, wie eine solche Debatte vom Zaun zu brechen. Ich seh die Schlagzeile der Bild-(Revolver)Zeitung schon vor mir "Abgeordneter XY legalisiert Heroin in Deutschland! Noch ganz clean im Kopf Herr XY?"..... welcher Politiker will solches Sperrfeuer auf sich ziehen? Wer den Image-Schaden tragen?

Und dann die Kosten zu Nutzen Frage, ist der Imageschaden den Nutzen wert? Denn hier geht es um zahlen auf dem Papier und um PR, ich denke nicht das da der Abhängige was anderes ist als eine Zahl auf dem Papier.

Und was die Abdeckung der Fläche angeht, da finde ich sollte ein Abhängiger, der sein Leben wieder regeln will, doch etwas flexibel zeigen und dann in die entsprechenden Gebiete ziehen. Normalerweise würde man sagen das dies schlecht ist wegen Umfeld, Arbeit etc. Aber ich denke hier spricht man meist von Fällen die keine Arbeit mehr haben, deren Umfeld auch vorwiegend aus Abhängigen besteht und denen eine andere Stadt vielleicht sogar helfen könnte.

Aber was passiert wenn ein Abhängiger wieder Arbeit hat, eine Wohnung usw. Er hat ein normales Leben, bekommt aber täglich noch seine Dosen verabreicht. Nun verlangt der Arbeitgeber den Umzug oder eventuelle Aufstiegschancen verlangen dies.... Tja dann ist das echt nicht gerade prickelnd.

Ich finde die Denkansätze sind nicht unbedingt das übelste. Man probiert wenigstens mal irgendwas zu machen, statt nur Leute von der Strasse zu pflücken und anzuzeigen oder einzusperren. Aber wie gesagt, die Gesetze sind meines Erachtens nach gar nicht für so etwas ausgelegt, daher auch die ganzen Probleme wo man sich nur ans Hirn greifen kann. Je nach fortführender Politik, werden die Versuche als "missglückt" abgetan oder man wird sich irgendwann darauf besinnen, das man doch die Vorschriften abändert. Aber dazu ist die PR der Programme selbst zu gut, viele Leute in der "normalen" Bevölkerung, welche sich nie mit dem Thema beschäftigt haben, sehen unter dem Heroin-Abhängigen eben doch oft noch eine Gefahr für Leib, Seele, Hab und Gut. Wenn dann aber Programme auftauchen, die davon berichten wie Leute wieder davon wegkommen und clean leben, nimmt das eben auch vielen Unwissenden die Angst vor den Abhängigen. Würde man das ganze wieder einstampfen, wäre sofort wieder das Gefühl der "Angst" und "Ohnmacht" anwesend.

Wir leben eben leider in einer Zeit wo nicht das Beste für den Menschen zählt, sondern wo das zählt, was am Besten nach Außen wirkt....
  #13  
Old 11-10-2010, 02:04
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AW: Yeah, Heroin als Medikament! Banzai

jetzt warten wir am besten mal zwei drei jahre ab, wie sich das mit er DAM vergabe entwickelt. Flächendeckend kann das ding und will das ding auch nicht sein. wems nicht passt der kann ja nach drüben gehen (ups, wo ist denn das drüben geblieben), ohne scherz, wenn ich als abhängiger das mit der Substitution nicht hinbekomme mit methadon oder subutex, dann muss ich in den Apfel beissen und zumindest in dei nähe der DAMvergabe umziehen.
Oder wäre es eine alternative dass die freundliche schwester von der sozialstation kommt und einem seinen druck macht? Ich habe im hiesigen kontaktladen mit mehreren abhängigen gesprochen, die probleme mit ihrer substitution haben und die es auf sich nehmen würden, ins DAM programm zu gehen. Problem ist, da das eine kleine grossstadt ist 150 000) ist keine genügende klientel vorhanden um eingermassen kostendeckend arbeiten zu können.
scheisssituation.
der Wolf widerum, der böse, denkt sich: was habt ihr junks für ein problem, das craving mit metha oder bupe im zaum zu halten, wenn er das auch kann?
Er ist halt nun mal ein böses tier, der Wolf.
wie auch immer, allen Swimmern eine schöne neue woche wünscht
TBBW
  #14  
Old 12-10-2010, 12:09
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AW: Yeah, Heroin als Medikament! Banzai

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Originally Posted by TheBigBadWolf View Post
Flächendeckend kann das ding und will das ding auch nicht sein.
TBBW
Das ist aber ein Problem, denn es ist ja nun im "Regelkatalog der Krankenkassen", diese muessen folglich sicherstellen das ein jeder Zugang
zum Programm bekommen kann, wenn er denn die Vorraussetzungen erfuellt!

Mich aergert es schon wieder das die etwas kreiert haben was nicht einhaltbar ist!
Nach all den Jahren der Diskussionen, des Pilotversuches und der Gesetzesaenderung haben die es wieder einmal geschafft den Karren in Sand zu setzen,
all die Millionen (afaik. mehr als 60.000.000)
sind vergeudet worden!
  #15  
Old 13-10-2010, 06:47
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Re: AW: Yeah, Heroin als Medikament! Banzai

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Originally Posted by Spucky View Post
Das ist aber ein Problem, denn es ist ja nun im "Regelkatalog der Krankenkassen", diese muessen folglich sicherstellen das ein jeder Zugang
zum Programm bekommen kann, wenn er denn die Vorraussetzungen erfuellt!

Mich aergert es schon wieder das die etwas kreiert haben was nicht einhaltbar ist!
Nach all den Jahren der Diskussionen, des Pilotversuches und der Gesetzesaenderung haben die es wieder einmal geschafft den Karren in Sand zu setzen,
all die Millionen (afaik. mehr als 60.000.000)
sind vergeudet worden!
Na so Schwarz darf man das jetzt aber auch nicht sehen. Denn durch die Krankenkassenübernahme und die damit verbundene Breitstellung, muss es das ja nicht überall geben.
Da muss man eben auch immer vom Hauptthema abkommen und vergleichbare Beispiele heranziehen:
Wenn ich vom Auto angefahren werden (hoffe das passiert nie) und anschließend 2-3 Monate im Koma verbringe, dann bin ich danach auch ein Wrack. Sprich meine Muskulatur ist degeneriert etc. und das ganze muss erst mal wieder aufgebaut werden. Meist wird der Patient dann auch in Rehabilitation gesteckt um das zu kurieren. Aber findet die Rehabilitation meist vor Ort statt? Nein meist eher in ruhigeren Lagen, zB kleine Städte mit viel Wald und Natur drum herum usw.

Ergo muss eben der Süchtige am Anfang in den sauren Apfel beissen und seinen Hintern dort hin bewegen. Sobald er dann psychisch etwas "gefestigter" ist und er auch wieder arbeitstauglich usw. kann man ja über eine Vergabe beim regulären Hausarzt nachdenken. Dann kann der Süchtige wieder hingehen wo er will und hat somit wieder alle Möglichkeiten eines Menschen der nie abhängig war.

Ok auch bei meiner Idee hakt es am Gesetz, aber lasst das Ding doch erst mal so laufen. Sobald die merken es bringt was und die Leute könnten Arbeit etc. finden wenn man nicht so borniert wäre mit den Standorten, werden auch diese wieder reagieren.
  #16  
Old 07-04-2012, 14:44
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Re: AW: Yeah, Heroin als Medikament! Banzai

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Originally Posted by Drats View Post
Ergo muss eben der Süchtige am Anfang in den sauren Apfel beissen und seinen Hintern dort hin bewegen. Sobald er dann psychisch etwas "gefestigter" ist und er auch wieder arbeitstauglich usw. kann man ja über eine Vergabe beim regulären Hausarzt nachdenken. Dann kann der Süchtige wieder hingehen wo er will und hat somit wieder alle Möglichkeiten eines Menschen der nie abhängig war.
Leider ist das nicht so einfach: Nach den Vergaberichtlinien der Ambulanzen muss man nicht nur in der entsprechenden Stadt wohnen, sondern dort auch schon mindestens ein Jahr gemeldet sein. Es soll nämlich genau dieser "Tourismus" vermieden werden.
Weil Diamorphin in den Leistungskatalog der Kassen aufgenommen wurde, wäre aber denkbar, dass im Rahmen des "Sicherstellungsauftrages" einmal ein Betroffener juristisch auf Diamorphin-Vergabe klagt. Wer z.B. in Dormagen wohnt könnte relativ bequem zur Vergabe nach Köln pendeln, wird dort aber nicht aufgenommen. Die Behörden aber z.B. auch in Dormagen behaupten immer (auch in der Lokalpresse), "die paar wenigen" Patienten, für die sich keine eigene Vergabestelle lohnt, könnten ja nach Köln pendeln. Genau das können sie aber gar nicht, weil die Kölner da nicht mitspielen.
Wir werden nur vertröstet, belogen und hingehalten.
Ein substituierender Arzt sollte endlich mal die Courage aufbringen, einem Patienten schriftlich zu geben, dass er ihm mit der üblichen bisherigen Behandlung (Subotex, Metha etc.) nicht mehr weiter helfen kann, dass die Substitution quasi gescheitert ist.
Mit dieser Bestätigung hätte man dann was in der Hand, um sein Recht auf Diamorphin-Vergabe einzufordern.
  #17  
Old 10-04-2012, 22:32
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Re: AW: Yeah, Heroin als Medikament! Banzai

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Originally Posted by karam View Post
Ein substituierender Arzt sollte endlich mal die Courage aufbringen, einem Patienten schriftlich zu geben, dass er ihm mit der üblichen bisherigen Behandlung (Subotex, Metha etc.) nicht mehr weiter helfen kann, dass die Substitution quasi gescheitert ist.
Mit dieser Bestätigung hätte man dann was in der Hand, um sein Recht auf Diamorphin-Vergabe einzufordern.
Und genau da ist der Patient gefordert.

Entschuldige, ich möchte auf keinen Fall aggressiv wirken, aber ich bekomme das Kotzen, wenn ich von Süchtigen die Forderung höre "MAN" möge doch etwas tun.
Niemand wird irgendetwas tun. niemand hat dem Süchtigen die Fixe in den Arm gesteckt und abgedrückt.
Das waren alles wir selber.
Und wenn wir eine vernünftige Behandlung wollen, dann müssen wir uns auch darum kümmern, den Zirkus auf und nehmen und von einer Behörde zur nächsten rennen, im Zweifel eine Kassenleistung einklagen.
Ich meine, hallo, dies hier ist nicht das Dritte Reich und wir sind weit entfernt davon, dass Süchtige als Sozialschmarotzer gesehen werden.

Also, Arsch hoch, Marsch durch die Instanzen und MACHEN, nicht jammern. Und wenn Du keine Kraft hast dann hol Dir Hilfe.
Hätte ich jemals so eine Einstellung an den Tag gelegt, wäre ich heute sicher nicht da, wo ich bin.
Sondern 1.80 tief, 2.00 lang und 90 breit.

Ich weiss nur zu gut, wie schwer es ist, aus einer anscheinend aussichtslosen Situation heraus Initiative zu zeigen. Aber es ist noch immer gegangen, wenn ich mir sicher war, dass es für mich das beste ist.
Von vornherein aufzugeben und die Gesellschaft verantwortlich zu machen kann der Weg aus der Misere nicht sein.

Sei stark. Zeige Mut. Mach was!

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Guter Vorschlag, dass man etwas Praktisches machen sollte, anstelle "rumzujammern"
Gesunde Einstellung!

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diaphin, drogen, heroin, heroin-projekt, heroin-therapie

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